Donald Trump: "Der Mann ist dement" - gnadenlose Abrechnung nach peinlicher Verwechslung
Donald Trump muss sich reichlich Spott gefallen lassen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
12.11.2025 14.56
- Donald Trump verspottet nach peinlichem Fehler
- Trump verwechselt Chicagos Wahrzeichen
- Gewaltsame Straßenschlachten erschüttern Chicago
- Pritzker verspottet "Schneeflocke" Bovino
- Widersprüchliche Signale zum Truppenabzug
Der Gouverneur von Illinois, J.B. Pritzker, hat Donald Trump scharf für dessen peinlichen Fehler kritisiert, bei dem der US-Präsident Chicagos berühmte "Magnificent Mile" als "Miracle Mile" bezeichnete.
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Donald Trump verspottet nach peinlichem Fehler
Pritzker reagierte spöttisch auf die Verwechslung und bezeichnete den 79-jährigen Trump als "dement".
- "Er kennt nicht einmal den Namen der Michigan Avenue als Magnificent Mile, nicht Miracle Mile", lachte der 60-jährige Gouverneur bei einer Pressekonferenz, wie Video-Clips beim Kurznachrichtendienst X zeigen.
Der Demokrat betonte, Trump habe keine Ahnung von Chicago und glaube immer noch, die Stadt stehe in Flammen - ähnlich wie er es über Portland behaupte.
- "Der Mann ist dement. Er hat wirklich keine Ahnung, was er tut", so Pritzkers vernichtendes Urteil über Trumps mangelnde Ortskenntnisse.
Trump verwechselt Chicagos Wahrzeichen
Der Fauxpas ereignete sich in einem Beitrag auf Truth Social, wo Trump über angebliche Anarchie auf der Michigan Avenue schrieb. Dabei bezeichnete er die weltbekannte Einkaufsmeile fälschlicherweise als "Miracle Mile" statt des korrekten Namens "Magnificent Mile".
- In seinem Post drohte der 79-Jährige mit der Entsendung von Truppen wegen Unruhen in einem nicht existierenden Einkaufszentrum.
- Diese Verwechslung nutzte Pritzker, um Trumps mangelnde Ortskenntnis bloßzustellen.
Gewaltsame Straßenschlachten erschüttern Chicago
Laut Berichten von "CBS News" erwägen die Bundesbehörden einen Rückzug der Grenzschutztruppen aus Chicago. Die Agenten waren Anfang September im Rahmen der "Operation Midway Blitz" in der Stadt eingetroffen und lieferten sich seitdem heftige Auseinandersetzungen mit Anwohnern.
Besonders das Viertel Little Village wurde zum Schauplatz brutaler Konfrontationen zwischen Bundesbeamten und Chicagoer Bürgern, von denen viele US-Staatsbürger sind. Die Operation hat zu massiven Spannungen in der Gemeinde geführt.
- Während seiner Pressekonferenz in Little Village, dem am stärksten betroffenen Stadtteil, kritisierte Pritzker die Vorgehensweise der Bundesagenten scharf. Das Weiße Haus habe ihn nie über den Einsatz informiert, erklärte der Gouverneur und zeigte sich im Unklaren über die Pläne zum möglichen Abzug der Truppen.
Pritzker verspottet "Schneeflocke" Bovino
Pritzker zielte auch auf Gregory Bovino, den obersten Grenzschutzkommandeur in Chicago, den er als "Schneeflocke" verspottete. Ein Richter hatte kürzlich festgestellt, dass Bovino über seinen Einsatz von Chemiewaffen und übermäßiger Gewalt gelogen hatte.
- Die von Bovino geführte "Green Army" steht unter massiver Kritik, unschuldige US-Bürger angegriffen und Kinder mit Tränengas attackiert zu haben. Diese Vorwürfe wiegen besonders schwer, angesichts der gerichtlichen Feststellung seiner Unehrlichkeit.
- Auf die Frage nach dem möglichen Abzug der Truppen, just zum Winterbeginn, spekulierte Pritzker süffisant: "Ob es die Wahlniederlage vor einer Woche war oder die Tatsache, dass Greg Bovino eine Schneeflocke ist… was auch immer es ist, die Menschen in Chicago hätten Besseres verdient."
Widersprüchliche Signale zum Truppenabzug
Ob die Grenzschutztruppen tatsächlich abziehen, bleibt unklar. Bovino beharrte darauf, dass die Operationen weitergehen: "CBP und verbündete Strafverfolgungsbehörden werden weiterhin illegale Ausländer von Chicagos Straßen entfernen", schrieb er auf X und verhöhnte dabei Pritzkers Auftritt in Little Village.
Das Heimatschutzministerium wies Rückzugsberichte ebenfalls zurück. Tricia McLaughlin, die für frühere Falschaussagen bekannt ist, präsentierte Kriminalitätsstatistiken seit Beginn der Operation: Morde seien um 16 Prozent gesunken, Schießereien um 35 Prozent.
Chicagos Bürgermeisterbüro stellte McLaughlins Behauptung infrage, die Bundesagenten hätten zum "sichersten Sommer seit 1965" beigetragen. Das Büro verwies darauf, dass der Sommer Juni bis August umfasse, während die Truppen erst am 8. September eintrafen. "Die Kriminalität ist in Chicago gesunken, aber ICE/CBP hat damit nichts zu tun", konterte die Stadtverwaltung.
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