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Kim Jong-un: Trotz Hungersnot! Nordkorea-Diktator klaut den Ärmsten das Essen

Sein hungerndes Volk ist Kim Jong-un offenbar gleichgültig. Bild: picture alliance/dpa/KCNA via KNS | Uncredited

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Nordkorea-Diktator Kim Jong-un gibt sich gerne als besonders volksnah. Doch wie kommt es wohl bei seinen Landsleuten an, wenn sie erfahren, dass ihr "Oberster Führer" die Nahrungsmittel, die eigens für die Hungernden angebaut wurden, jetzt kompromisslos der Elite des Landes zur Verfügung gestellt wurden. Keine Sorge: Das nordkoreanische Volk wird davon nichts erfahren und dem Vorsitzenden des Komitees für Staatsangelegenheiten auch weiterhin huldigen (müssen).

Kim Jong-un wollte angeblich Hungernden helfen

Die Nahrungsmittel eines nordkoreanischen Lebensmittelprojekts, das den Bewohnern einer ländlichen Provinz mehr Gemüse liefern sollte, sind Quellen zufolge tatsächlich an die Eliten des Landes gegangen. Das Gewächshausprojekt, das von den Behörden ins Leben gerufen wurde und das erste seiner Art in Nordkorea war, umfasst 300 Gewächshäuser auf einer 490 Hektar großen Farm. Es wurde im Dorf Jungphyong eingerichtet, das zum Kreis Kyongsong in der nordöstlichen Provinz Nord-Hamgyong gehört, berichtet "Radio Free Asia".

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"Die Behörden haben lautstark verkündet, dass die Bewohner von Nord-Hamgyong und des Kreises Kyongsong von dem Gewächshausbauprojekt profitieren würden, aber das Gemüse war nicht für Menschen wie uns bestimmt", sagte ein Bewohner des Kreises gegenüber dem Sender. "Letzte Woche berichtete die Zeitung Rodong Sinmun, dass die Jungphyong Vegetable Greenhouse Farm etwa 10.000 Tonnen frisches Gemüse produziert habe, darunter Gurken, Tomaten, Salat und Gänseblümchen", so die Quelle.

Kim Jong-un hortet Nahrungsmittel trotz Hungersnot in Nordkorea

In dem Zeitungsbericht heißt es, dass das Gemüse im vergangenen Jahr an die Menschen in der Provinz geliefert wurde, aber die Quelle behauptet, dass dies nie geschehen ist. "In Wirklichkeit haben die Einwohner des Kreises Kyongsong nie auch nur ein einziges Gemüse aus diesen Gewächshäusern erhalten", heißt es weiter.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Behörden angeblich auf die Bewohner des Kreises verlassen haben, um das Projekt überhaupt erst zu bauen. "Sie haben über ein Jahr lang gearbeitet. Es haben sich nicht viele Leute beschwert, weil sie die Hoffnung hatten, dass sie sich in naher Zukunft an Gemüse satt essen können", so die Quelle. Stattdessen seien die Waren in den Zug nach Pjöngjang verladen worden. "Wie alles in Nordkorea war auch die Gewächshausfarm nicht wirklich für die Menschen vor Ort bestimmt, wie es hieß. Sie ist nur für die Privilegierten und die Elite".

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