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Donald Trump: "Nordkorea hat angerufen" - neue Goldmünze sorgt für Furore

Das Gesicht von Donald Trump soll künftig auf Goldmünzen prangen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson

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  • US-Finanzminister Bessent präsentiert Goldmünze mit Trump-Gesicht
  • Im Netz regt sich Wut über Trumps Münze
  • Es wird ein Vergleich zu Diktatoren gezogen
  • Ein Gesetz verbietet es, lebende US-Präsidenten auf einem Geldstück abzubilden

Donald Trump macht nicht nur mit bizarren KI-Bildern deutlich, dass er gerne präsent ist. Schon bald ziert sein Abbild nicht nur die Timeline seines Truth-Social-Accounts. Sein Finanzminister Scott Bessent hat anlässlich des 250. Geburtstages der USA eine neue "1-Dollar-Goldmünze" auf der Plattform X vorgestellt, auf der ein Porträt des US-Präsidenten zu sehen ist.

US-Finanzminister präsentiert Trumps Goldmünze

Bessent bewarb die neue Goldmünze mit patriotischen Worten. Sie solle das "verbleibende Erbe der Freiheit" würdigen und ein "Symbol des Patriotismus" sein, teilte Bessent mit. In dem Beitrag ist ein Muster zu sehen. Die Bundesbehörde US Mint werde mit der Prägung der Münze beginnen, schrieb Bessent weiter – wann genau diese dann zu kaufen ist, war zunächst unklar.

Trump-Münze sorgt für Fassungslosigkeit

Sein Beitrag löste hitzige Diskussionen aus. Von Vorfreude war kaum etwas zu spüren. Einige Personen zeigten sich interessiert, der Rest eher fassungslos. Sogar aus Trumps Partei hagelte es Kritik. "Herzlichen Glückwunsch, wir haben die Schlussphasen erreicht. Schafft den Pfennig ab, stopft den Nickel zu und prägt ein paar kommemorative Goldmünzen, die sich niemand leisten kann. Ich fühle Mitleid mit den Leuten, die von den üblichen Schwindlern wertlose Fälschungen davon verkauft bekommen werden", schrieb der republikanische Politiker Thomas Massie. Eine Nutzerin spottete: "Nordkorea hat angerufen und gesagt, ihr macht euch lächerlich." Sogar Trumps Finanzminister blieb nicht verschont. "Scott, wie fühlt es sich an, deine gesamte Karriere in einem einzigen Post zu versauen? Berauschend oder demütigend?", fragte ein User.

Hitler-Vergleich mit neuer Goldmünze

Einige fühlten sich an autokratische Regierungen erinnert. "Nur Diktatoren bringen ihr eigenes Gesicht auf Währungen. Ich wiederhole. NUR DIKTATOREN BRINGEN IHR GESICHT AUF WÄHRUNGEN", schrieb ein Nutzer. Er untermauerte seine Reaktion mit Bildern von Geldscheinen mit dem Bild von Diktatoren, darunter Adolf Hitler.

Ist das legal? Gesetz verbietet lebende US-Präsidenten auf Münzen

Neben dem Spott warf das Vorhaben Fragen auf. Darf Trumps Gesicht überhaupt eine Münze zieren? Laut einem Nutzer nicht. Er verweist auf ein Gesetz (31 U.S.C. § 5114(b)), wonach es illigal sei lebende Personen auf Münzen abzubilden. In dem Absatz des Gesetzes heißt es: "Auf Währung und Wertpapieren der Vereinigten Staaten darf nur das Porträt einer verstorbenen Person abgebildet sein." Der User erklärt, wieso dieser Gesetzestext entstand: "Diese Einschränkung, die erstmals 1866 kodifiziert wurde, sollte politische Propaganda verhindern, die Vergötterung aktueller Führer vermeiden und sicherstellen, dass Geld historische Beiträge ehrt." 

Trump überall - von Flughafen bis Geldschein

Die Münze ist nicht das erste Vorhaben, den US-Präsidenten auf Objekte zu bringen. Seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit ist es dem Präsidenten ein besonders wichtiges Anliegen, sein Abbild in der öffentlichen Wahrnehmung zu verfestigen. Bereits zu Beginn des Monats hatte Bessent ein von Trump hochgeladenes Muster einer 100-Dollar-Note auf X geteilt, auf der die Unterschriften des Präsidenten und von ihm selbst abgedruckt sind.

Beispiele für Projekte, Orte und Gebäude mit Trumps Namen gibt es zuhauf. Zuletzt wurde der Flughafen der Stadt Palm Beach im US-Bundesstaat Florida offiziell in "President Donald J. Trump International Airport" umbenannt, das entsprechende Airport-Kürzel von PBI (Palm Beach International Airport) in DJT - die Initialen des Präsidenten.

In den USA ist es üblich, dass Flughäfen und andere Orte nach ehemaligen Präsidenten benannt werden können. Unüblich ist hingegen, dass Gebäude bereits umbenannt werden, während der Präsident noch lebt. das passiert vermutlich auch mit einer Münze. Experten sehen im Vorgehen Trumps Parallelen zum Verhalten von Autokraten.

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/sfx/news.de/dpa

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