Hitzewelle im Anmarsch: Meteorologen warnen vor Gluthitze
Die nächste Hitzewelle rollt auf Deutschland zu (Symbolfoto). Bild: Adobe Stock/ r_tee
Erstellt von Sabrina Böhme
11.07.2026 11.07
- Dritte Hitzewelle rollt auf Deutschland zu
- DWD prognostiziert nächste Woche Temperaturen von über 30 Grad
- Gluthitze bürgt Gefahren für die Natur
Deutschland steht vor der dritten Hitzephase in diesem Sommer, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Nach den extremen Temperaturen Ende Mai und Ende Juni rollt nun erneut eine Glutwelle auf das Land zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer sogenannten Hitzeglocke, die sich über Westeuropa festgesetzt hat. Für Meteorologen und Klimatologen sind das düstere Aussichten. Sie warnten zuletzt vor den Folgen.
Wettervorhersage aktuell - Temperaturen erreichen bis zu 39 Grad
Bereits am Wochenende klettern die Thermometer auf bis zu 35 Grad. Ab Montag drohen im Westen und Südwesten sogar Spitzenwerte von 37 bis 39 Grad. Besonders betroffen ist der Oberrheingraben zwischen Basel, Freiburg und Karlsruhe sowie das Saarland und die Südpfalz.
Hitzeglocke legt sich über Westeuropa
Verantwortlich für die extreme Wetterlage ist ein meteorologisches Phänomen. Wie DWD-Meteorologe Christian Herold erläutert, liegt der Schwerpunkt dieses sogenannten Heat Dome derzeit über Westeuropa. Deutschland befindet sich zunächst am östlichen Rand dieser Wärmekuppel.
Nächste Hitzewelle trifft den Südwesten Deutschlands
Die Konsequenz: Zunächst trifft es vor allem den Südwesten mit Höchsttemperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Im Nordosten sorgt eine nordwestliche Luftströmung noch für kühlere Atlantikluft. In den kommenden Tagen breitet sich die Hitze jedoch weiter nach Nordosten aus. "Zu Beginn der neuen Woche werden Höchstwerte unter 30 Grad voraussichtlich nur noch im Norden, Nordosten sowie in den höheren Lagen der Mittelgebirge erreicht", prognostiziert der Meteorologe. Rekordtemperaturen wie Ende Juni seien allerdings nicht zu erwarten. Ein kleiner Trost: Die vergleichsweise trockene Luft lässt die gefühlte Temperatur anfangs etwas niedriger ausfallen.
Warnung vor Hitze-Folgen
Während Urlauber das Sommerwetter genießen können, wächst die Sorge um die Natur. Die anhaltende Trockenheit belastet Wälder, Felder und Gärten zunehmend. Schon der Juni war deutlich zu trocken, und auch der Juli brachte bisher kaum Niederschlag. Die anhaltende Hitze verschärft die Trockenheit im Südwesten dramatisch. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg verlieren die ohnehin ausgedörrten Böden weiter an Feuchtigkeit. Gleichzeitig gehen die Pegelstände zahlreicher Flüsse zurück.
"Wasserstände sinken in Flüssen. Landwirte bangen um ihre Ernte, Förster fürchten neue Waldbrände und in vielen Gärten vertrocknen bereits die Pflanzen", warnt Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber "Bild". Besonders der Westen Deutschlands bekomme die Auswirkungen zu spüren. Auch die Waldbrandgefahr steigt laut DWD wieder an.
Tropennächte rauben den Schlaf
Besonders entlang des Rheins wird auch die Nachtruhe zur Belastungsprobe. Die Temperaturen fallen dort stellenweise nicht mehr unter 20 Grad – sogenannte Tropennächte machen das Schlafen zur schweißtreibenden Angelegenheit. An Nord- und Ostsee bleibt es mit 22 bis 26 Grad dagegen deutlich erträglicher.
Wie lange die Hitzewelle anhält, ist noch ungewiss. Die Wettermodelle deuten laut DWD zum Ende der kommenden Woche auf zunehmenden Tiefdruckeinfluss hin. Damit würde die Luft feuchter und schwüler, was das Potenzial für kräftige Gewitter erhöht. Gleichzeitig zeichnet sich ein allmählicher Rückgang der Temperaturen ab.
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