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Sprengstoff-Explosion in Monaco: Anschlag auf Ukraine-Oligarch in Monaco? Er steht auf der Sanktionsliste

Die Polizei hält Autofahrer an, nachdem am späten Montagabend bei der Explosion eines Sprengkörpers in einem Wohnhaus in Monaco mehrere Menschen verletzt wurden. Bild: dpa/Clement Lanot/AP/Clement Lanot

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  • Explosion am Eingang eines Wohnhauses in Monaco – drei Menschen verletzt
  • Medien: Ukrainischer Unternehmer Wadym Jermolajew unter den Verletzten
  • Verdächtiger nach mutmaßlichem Sprengstoffanschlag auf der Flucht
  • Motiv und mögliches Anschlagsziel weiterhin Gegenstand der Ermittlungen

Bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco soll Medienberichten zufolge einer der reichsten Unternehmer aus der Ukraine verletzt worden sein. Ob der Anschlag ihm galt, ist ungewiss - fest steht jedenfalls: Insgesamt wurden nach Behördenangaben drei Menschen verletzt, zwei von ihnen laut Medien lebensbedrohlich.

Den Berichten nach handelt es sich bei dem aus der Ukraine stammenden Mann um einen Immobilienunternehmer. Verletzt wurden auch eine Frau und ein Jugendlicher. Weitere Personen erlitten Schnittverletzungen und Schocks. Drei Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, wie der monegassische Staatsminister Christophe Mirmand dem französischen Sender BFMTV sagte.

Wadym Jermolajew verletzt? Medien-Bericht spricht vom ukrainischen Unternehmer

Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass es sich bei dem verletzten Unternehmer um den ukrainischen Oligarchen Wadym Jermolajew (58) handeln soll, der die Explosion verletzt überlebt habe. Offiziell bestätigt wurde seine Identität jedoch noch nicht.

Die Explosion ereignete sich seinen Angaben nach am Abend gegen 21 Uhr. Ob es sich dabei um einen Anschlag handelte, wollte man zunächst nicht bestätigen. "Ein Ereignis dieser Art hat sich im Fürstentum noch nie ereignet", erklärte der monegassische Minister Christophe Mirmand weiter.

Verdächtiger nach Sprengstoff-Explosion weiterhin auf der Flucht

Medienberichten zufolge flog ein Sprengstoffpaket in die Luft. Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort von Überwachungskameras dabei gefilmt worden sein, wie sie einen Rucksack abstellte und anschließend floh, wie BFMTV unter Berufung auf die monegassische Sicherheitsbehörde sowie die Regionalzeitung "Monaco-Matin" berichteten. Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es zunächst. Medien zeigten ein von den Kameras aufgenommenes Bild eines rennenden Mannes mit einem dunklen Hut.

Das betroffene Gebäude befindet sich Mirmand zufolge an einem Platz nahe der Grenze zu Frankreich. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein.

Zahlreiche Rettungskräfte seien am Abend vor Ort gewesen, berichtete "Monaco-Matin". Mirmand sprach von etwa 50 Feuerwehrleuten und mehr als 80 Beamten vor Ort. Auch französische Rettungskräfte trafen nach Angaben aus Kreisen von Frankreichs Innenministerium als Verstärkung ein. Es sei zudem eine polizeiliche Zusammenarbeit eingerichtet worden, um den flüchtigen Täter aufzuspüren.

Fürst Albert II.: "Schock" für Monaco

Fürst Albert II. von Monaco schrieb in einer Mitteilung in der Nacht, dass die "kriminelle Explosion einen Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft" darstelle. Alle zuständigen staatlichen Dienste seien derzeit mobilisiert, in enger Zusammenarbeit mit den französischen Behörden. "Wir vertrauen darauf, dass sie die Umstände dieser Tragödie so schnell wie möglich aufklären, die Verantwortlichen identifizieren und auf allen Ebenen die notwendigen Antworten liefern werden", hieß es.

Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als einen "Anschlag". Es sei eine "Tragödie, die Monaco erschüttert", schrieb Éric Ciotti. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.

Anschlag auf ukrainischen Oligarchen? Er stand auf der Sanktionsliste der Regierung

Bei dem mutmaßlichen Ziel der Explosion soll es sich laut "Bild"-Zeitung um den in Monaco lebenden Oligarchen Wadym Jermolajew handeln. Medienberichten zufolge verhängte Kiew Sanktionen gegen den Unternehmer, weil er seinen Alkoholhandel auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim - die derzeit heftig umkämpft ist - weiter fortgeführt haben soll. 

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/bos/news.de/dpa

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