Meißen: Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Anwaltsbriefen
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Erstellt von Sarah Knauth
23.06.2026 07.54
Eine täuschend echt wirkende Zahlungsaufforderung über mehr als 3.500 Euro hat in Meißen für Verunsicherung gesorgt. Wie die Verbraucherzentrale Sachsen mitteilte, nutzen Betrüger den Namen einer tatsächlich existierenden Rechtsanwaltskanzlei, um Verbraucher zur Zahlung angeblicher Schulden aus einem Gewinnspiel-Abo zu bewegen.
Betroffen war ein Mann aus Meißen, der ein Schreiben erhielt, das scheinbar von einer Kanzlei aus Rheinland-Pfalz stammte. Darin wurden 3.533,20 Euro im Auftrag einer angeblichen Lotterievermittlung gefordert. Der Mann bestreitet jedoch, jemals einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen zu haben.
Vermeintlich authentisches Schreiben
Das Schreiben wirkte auf den ersten Blick authentisch. Es enthielt eine detaillierte Forderungsaufstellung und war mit dem Namen eines real existierenden Rechtsanwalts unterzeichnet. Auch ein Anruf unter der im Brief angegebenen Telefonnummer brachte zunächst keinen Verdacht. Zugesagte Nachweise für die Forderung gingen jedoch nie ein.
Kanzlei warnt vor Missbrauch ihres Namens
Nach Angaben der Verbraucherzentrale handelt es sich um eine Fälschung. Die Betrüger hätten Namen und Daten der echten Kanzlei missbraucht, um Seriosität vorzutäuschen und Druck auf die Empfänger auszuüben. Die Kanzlei warne auf ihrer Internetseite vor den gefälschten Schreiben und habe Anzeige erstattet.
Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht
Die Verbraucherzentrale rät, bei unerwarteten Zahlungsaufforderungen grundsätzlich misstrauisch zu sein. Verbraucher sollten keine voreiligen Zahlungen leisten, die Angaben zum Absender prüfen und im Zweifel Beratung einholen.
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kns/roj/news.de