Weltnichtrauchertag: Mehr Jugendliche in MV greifen zu E-Zigaretten
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Erstellt von Sarah Knauth
31.05.2026 07.03
Anlässlich des Weltnichtrauchertags am heutigen Sonntag warnt die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen (Lakost) davor, dass E-Zigaretten und sogenannte Vapes auch bei Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern immer beliebter werden.
"Wir beobachten mit Sorge, dass Vapes für viele Jugendliche inzwischen zum Lifestyle-Produkt geworden sind. Die Hemmschwelle zum Konsum sinkt deutlich, während gleichzeitig das Bewusstsein für gesundheitliche Risiken oft fehlt", sagte Lakost-Geschäftsführerin Birgit Grämke. Eine Prävention müsse deshalb frühzeitig ansetzen.
Der klassische Zigaretten-Konsum war laut Lakost in den vergangenen Jahren rückläufig. Die Tabak- und Nikotinindustrie setze aber verschiedene Strategien ein, um ihre Produkte für ihre oft jungen Kunden attraktiv zu machen: "Dazu gehören E-Zigaretten und Nikotinprodukte in bunten Verpackungen, süßen Geschmacksrichtungen sowie indirekte Werbung über Influencerinnen und Influencer in sozialen Medien", hieß es in einer Mitteilung der Koordinierungsstelle.
135.200 Menschen nach Krankenkassen-Angaben in Behandlung
"Die Tatsache, dass der Dampf von E-Zigaretten weniger Schadstoffe enthält als Tabakrauch, bedeutet nicht, dass das Vapen unbedenklich ist", sagte Justin Onyechi, Experte für Suchtfragen bei der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). Aufgrund fehlender Langzeitstudien lasse sich das Krebsrisiko durch einen langjährigen Konsum von E-Zigaretten zwar bisher nicht zuverlässig einschätzen, die KKH rät dennoch davon ab. Auch im Dampf von E-Zigaretten seien schädliche und potenziell krebserregende Stoffe nachgewiesen worden.
Laut KKH waren 2024 in Mecklenburg-Vorpommern 135.200 Menschen "wegen Tabakabhängigkeit, Entzugserscheinungen, eines akuten Tabakrauschs oder weiterer psychischer Probleme aufgrund von Tabak medizinisch behandelt worden".
Am Montag veranstaltet die Universitätsmedizin Greifswald einen Beratungs- und Aufklärungstermin im Einkaufszentrum Elisenpark. "Wir bieten Hilfestellung bewusst im Alltag der Menschen an, denn da muss der Weg zum Nichtrauchen letztlich gelingen", sagte die Präventionsforscherin Sabina Ulbricht.
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kns/roj/news.de