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Artenschutz: Luchsschädel in Plastiktüte entdeckt

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In einem Wald nahe Hessisch-Lichtenau ist ein abgetrennter Luchsschädel in einer Plastiktüte gefunden worden. Es sei unklar, wie das Tier ums Leben kam und wo der übrige Körper sei, teilten BUND Hessen und der Ökologische Jagdverein (ÖJV) Hessen mit. Der Fund wurde bereits Ende April gemacht. Ein Gentest ergab, dass der Schädel von einem männlichen, wildlebenden Luchs aus der Harzpopulation stammt. Nun sollen weitere forensische Untersuchungen die Todesursache klären.

Wildlebende Luchse sind der Mitteilung zufolge in Deutschland vom Aussterben bedroht und im Bundesnaturschutzgesetz als besonders und streng geschützte Art eingestuft. Sie dürfen weder gefangen noch getötet werden. Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft in Kassel wird wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

Lange ausgerottet

Der Luchs, die größte europäische Katzenart, wurde laut Informationen des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) im 18. und 19. Jahrhundert durch die Jagd ausgerottet. Im Jahr 1833 wurde der vorerst letzte hessische Luchs erlegt.

Seit 1999 werden die etwa schäferhundgroßen Tiere, die meist in großen Wäldern leben, wieder in Hessen beobachtet, zuerst im Werra-Meißner-Kreis und im Spessart, später auch in anderen Regionen. Laut dem letzten Luchsbericht 2024/25 wurden im Land neun Luchse sowie mindestens zwei Jungtiere nachgewiesen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

/roj/news.de

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