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"Sie war weg" : Influencerin (38) ertrinkt bei Triathlon im See - Helfer sind erschüttert

Beim Ironman-Wettbewerb in Texas kam es zu einem tragischen Unfall. Eine Teilnehmerin ertrank im See (Symbolbild). Bild: Adobe Stock/GDM photo and video

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  • Tragischer Todesfall überschattet Ironman-Wettbewerb in Texas
  • Triathletin im See ertrunken - sie war plötzlich weg
  • Freunde warnten die 38-Jährige vor dem Start
  • Behörden ermitteln im Fall der Verstorbenen

Es ist ein tragisches Ereignis, welches bei allen Beteiligten Spuren hinterlassen hat. Eine brasilianische Triathlon-Influencerin ist bei einem Ironman-Wettkampf in Texas ums Leben gekommen. Die 38-jährigeMara Flávia Araújo ertrank am Samstag während des Schwimmabschnitts des Dreikampf-Wettbewerbs plötzlich. Etwa drei Stunden nach ihrem Verschwinden unter der Wasseroberfläche konnte ihr Körper nur noch tot geborgen werden. Die Details erschüttern.

Traurige Gewissheit - Körper der Triathletin am Grund des Sees entdeckt

Wie unter anderem die "New York Post" berichtet, wurde die Athletin gegen 9.30 Uhr morgens aus dem Wasser gezogen. Ihr Körper war bis auf den Grund des Sees gesunken – rund drei Meter tief. Am Ufer konnte nur noch ihr Tod festgestellt werden. Das örtliche Sheriff-Büro bestätigte, dass die Sportlerin während des Schwimmens ertrunken sei.

"Sie verschwand direkt unter ihm" - Teilnehmer berichtet vom schrecklichen Ereignis

Ein freiwilliger Helfer schilderte die erschütternden Momente nach Flávias Verschwinden. Panik und Angst hätten sich unter den Anwesenden ausgebreitet, obwohl niemand die Athletin persönlich kannte.

Mehrere Zeugen berichteten übereinstimmend: "Sie ging unter. Genau hier. Direkt unter uns." Ein erfahrener Wettkampfteilnehmer klammerte sich an die Seite eines Kajaks und starrte ins Leere.  Die Augenzeugen waren sichtlich erschüttert von dem Vorfall, der sich während des Schwimmabschnitts des Ironman-Wettbewerbs ereignete.

Ironman-Teilnehmerin in Texas ertrunken - verzweifelte Tauchgänge ohne Erfolg

Der freiwillige Helfer, der eigentlich mit seiner Tochter das Event erleben wollte, tauchte unzählige Male nach der Verunglückten. "Ich habe aufgehört zu zählen", beschrieb er seine Rettungsversuche.

Beim ersten Versuch spürte er Flávias Körper mit seinem Fuß. "Sie war weg. Ich weiß nicht, wie ich beschreiben soll, wie sich das anfühlte", schilderte er den Moment. Immer wieder tauchte er hinab in der Hoffnung, sie greifen und hochziehen zu können.

Erst lange nach der Bergung wurde ihm bewusst, welche Risiken er eingegangen war. "Es kam mir nie in den Sinn, dass sie schon lange verstorben war. Ich suchte einfach weiter, als könnte ich sie lebend heraufholen."

Mara Flávia Araújo tot - Würdigung einer starken Kämpferin

Der freiwillige Helfer zollte Flávia höchsten Respekt. Sie habe etwas verfolgt, wovon die meisten Menschen nur träumen würden. "Sie ist dafür angetreten. Sie hätte es verdient, wieder herauszukommen", erklärte er.

An die Angehörigen richtete er zudem bewegende Worte: "Wir haben alles getan, was wir konnten. Es tut mir zutiefst leid, dass es nicht genug war. Sie wird bei mir bleiben."

Ironman-Veranstalter bekunden Beileid auf Facebook

Die Organisatoren des Ironman-Wettbewerbs reagierten mit einer Stellungnahme in den sozialen Medien auf den Todesfall. Man sei "traurig" über den Verlust einer Teilnehmerin beim Schwimmabschnitt, hieß es auf Facebook. "Wir sprechen der Familie und den Freunden der Athletin unser tiefstes Mitgefühl aus und stehen ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite."

Freunde warnten die Athletin vor dem Start

Wie die "Sun" berichtet, war Mara Flávia Araújo vor dem Wettkampf offenbar nicht vollständig gesund. Die Triathletin soll an einer Grippe gelitten haben, die sie körperlich schwächte. Dennoch absolvierte sie weiterhin ein intensives Trainingsprogramm.

Ein Freund der 38-Jährigen, Luis Taveira, sprach mit ihr vor dem Rennen. "Meine Frau und ich haben mit ihr gesprochen und ihr gesagt, dass sie für dieses Rennen zu schwach sei", erklärte er. Noch wenige Tage zuvor hatte Flávia jedoch darauf bestanden, dass es ihr gut gehe. Sie war überzeugt, den Ironman bewältigen zu können – eine Einschätzung, die sich tragischerweise als falsch erwies.

Die Ermittlungen zum Tod der Athletin dauern an. Die Major-Crimes-Einheit des Sheriff-Büros untersucht den Vorfall nach Standardprotokoll, wie die Behörde mitteilte.

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