Fall Fabian aus Güstrow: Verdacht auf Mord - Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Tatverdächtige
Polizisten auf Spurensuche im Fall des ermordeten Fabian aus Güstrow. Bild: picture alliance/dpa | Bernd Wüstneck
Erstellt von Sabrina Böhme
09.03.2026 11.43
- Verdacht auf Mord im Fall Fabian.
- Staatsanwaltschaft erhebt gegen Tatverdächtige Anklage.
- Mutmaßliche Täterin soll den Jungen gewaltsam getötet haben.
Neue Entwicklungen im Fall des achtjährigen Fabians aus Güstrow. Seit dem Gewaltverbrechen im Oktober sitzt eine Tatverdächtige seit November in U-Haft. Fünf Monate später sind die Ermittlungen abgeschlossen und die Staatsanwaltschaft erhebt nun Anklage wegen Mordes gegen die mutmaßliche Täterin.
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Fabian aus Güstrow: Tatverdächtige wegen Mordes angeklagt
Nach dem Ergebnis der Ermittlungen bestehe der hinreichende Verdacht, dass die Angeschuldigte das ihr gut bekannte Kind aus dem Haus gelockt und an einem Teich mit mindestens sechs Messerstichen getötet habe, teilten die Rostocker Staatsanwaltschaft und die Polizei mit.
Opfer eines Gewaltverbrechens
Um die Spuren der Tat zu beseitigen, soll die Frau den Leichnam später mittels Brandbeschleuniger angezündet haben. Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass auch nach der Anklageerhebung die Unschuldsvermutung gelte.
Die Frau war am 6. November unter dringendem Mordverdacht in einem Dorf in der Nähe von Güstrow verhaftet worden und sitzt seit dem 7. November in U-Haft. Ihr Auto wurde sichergestellt. Nach früherer Aussage ihres Anwalts stritt seine Mandantin die Tat als Zeugin ab. Als Beschuldigte äußerte sie sich nicht zur Sache. Eine Haftbeschwerde blieb erfolglos.
Große Trauer um toten Fabian
Der aus Güstrow stammende achtjährige Fabian verschwand am 10. Oktober 2025. Seine Leiche wurde vier Tage später südlich von Güstrow gefunden. Der Fall hatte bundesweite für Schlagzeilen gesorgt. In Güstrow selbst wurden Trauergottesdienste mit großer Beteiligung der Bevölkerung abgehalten. Vor und in der Pfarrkirche St. Marien hatten Menschen immer wieder zahlreiche Kerzen entzündet und Plüschtiere und Bilder abgestellt.
Seine Mutter hatte den Grundschüler am Tag des Verschwindens bei der Polizei als vermisst gemeldet. Ihr Sohn sei nicht zur Schule gegangen, weil er sich unwohl gefühlt habe. Als die Mutter nach der Arbeit heimkam war Fabian weg. Daraufhin startete eine großangelegte Suche.
Schließlich wurde der Leichnam des Kindes am 14. Oktober entdeckt. Der tote Junge lag rund 15 Kilometer südlich von Güstrow an einem Tümpel bei Klein Upahl. Die Obduktion ergab, dass Fabian Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.
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