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Polizei-News Friedland, 20.07.26: Erst "Bücherberatung", eine Woche später Portemonnaie geklaut

Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marijan Murat

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Viel Zeit und Aufwand haben Betrüger investiert, um einem älteren Ehepaar aus einem Dorf bei Friedland am Ende ein paar Euros zu stehlen.

Los ging es bereits vor ein paar Wochen, als der Senior einen Anruf einer angeblichen Firma aus Frankfurt/Main erhielt und sich jemand bei ihm nach seinen wertvollen Büchern erkundigte. Wenig später tauchte ein Mann auf, der sich an der Haustür nach der Büchersammlung des Mannes erkundigte. Danach waren vor knapp zwei Wochen zwei Personen in seinem Haus, die mit ihm über den Wert seiner Büchersammlung sprechen wollten. Einer von beiden habe zur Toilette gemusst und konnte dadurch einige Zeit allein in einem Teil des Hauses sein.

Dem nun Geschädigten kamen die beiden Männer unseriös vor und er hatte das Gefühl, dass sie überhaupt keine Fachexpertise hatten. Das Gespräch wurde daher ohne nennenswerte weitere Ereignisse beendet, die Männer verließen das Haus.

Ende vergangener Woche war das Ehepaar draußen auf seinem Grundstück beschäftigt, als die Frau einen Mann bemerkte, der aus ihrem Haus herauskam. Als er ihren Blick bemerkte, winkte er ihr zu, wenig später sahen die Eheleute dann einen Wagen abfahren.

Nach diesem Vorfall stellten die Eheleute fest, dass das Portemonnaie samt ein paar Scheinen Bargeld fehlte. Sie verständigten daraufhin am Wochenende die Polizei.

Dieses Beispiel eines so genannten Einschleichdiebstahls zeigt, wie viel Zeit Betrüger bereit sind, dafür zu investieren. Vermutlich haben sie mit mehr Beute gerechnet und das Ehepaar hatte einfach Glück, dass die Betrüger keine so ergiebige Beute mitnehmen konnten.

Bei den Vorbereitungen prüfen Betrüger oftmals telefonisch anhand illegal erworbener Kundendaten, ob die späteren Opfer die Bücher noch besitzen und machen sie mit Aussagen zum angeblich hohen Wert der Bücher neugierig, diese womöglich verkaufen zu wollen. Danach spähen Betrüger und Diebe am Ort selbst zunächst Häuser und ihre Bewohner aus - dabei sind auch Häuser "gefragt", die nicht direkt an der Straße stehen und schwer einsehbare Grundstücke haben. Bei vermeintlichen Verkaufsgesprächen spähen die Betrüger dann das Innere des Hauses aus, um dann kurze Zeit später tatsächlich einzubrechen und die Wertgegenstände zu stehlen.

Wie kann man sich schützen?

  • keine Angaben zu Wertgegenständen oder Büchersammlungen - weder telefonisch noch an der Haustür

  • angebliche Ankäufer von Buchsammlungen oder Vertriebsmitarbeiterniemals ins Haus lassen

  • bei echtem Verkaufsinteresse: eigene Internetrecherche zum tatsächlichen Wert der Bücher durchführen und über seriöse Händler oder Plattformen verkaufen

  • Weitere Bücher kaufen, um die Sammlung wertvoller zu machen? Geld zahlen an Vertriebsleute, damit sie die Bücher verkaufen? Das ist niemals der richtige, seriöse Weg!

Wer Besuch von solchen ominösen Ankäufern hatte: äußere Merkmale der Personen und ggf. zu Fahrzeugen merken und mit diesen Informationen sofort die Polizei unter 110 verständigen!

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 20.07.2026 gegen 15:07 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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