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Polizei-News Kranenburg, 18.07.26: Feuerwehren aus Deutschland und den Niederlanden vertiefen Zusammenarbeit bei Vegetationsbrandbekämpfung

Die Polizei informiert über einen aktuellen Feuerwehreinsatz (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marco Rauch

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Wie arbeiten deutsche und niederländische Feuerwehren bei einem Vegetationsbrand zusammen? Welche Ausrüstung kommt zum Einsatz, welche Taktiken unterscheiden sich - und wie gelingt die Kommunikation über Sprach- und Organisationsgrenzen hinweg? Mit diesen Fragen beschäftigten sich jetzt Einsatzkräfte aus Deutschland und den Niederlanden bei einer gemeinsamen Ausbildungs- und Austauschveranstaltung im Reichswald bei Kranenburg.

Organisiert wurde die Veranstaltung im Rahmen des europäischen Interreg-Projekts "Natu(u)rbrandmanagement", das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Natur- und Vegetationsbränden nachhaltig verbessern soll. Ziel des Projekts ist es, Einsatzkräfte beider Länder frühzeitig miteinander zu vernetzen, gemeinsame Standards weiterzuentwickeln und voneinander zu lernen.

Anders als bei einer klassischen Einsatzübung stand diesmal nicht das Abarbeiten eines möglichst realistischen Waldbrandes im Vordergrund. Vielmehr lag der Schwerpunkt bewusst auf dem fachlichen Austausch. Einsatzkräfte der Brandweerposten Gennep und Mook, der Feuerwehren Kranenburg, Kleve und Goch, des Technischen Hilfswerks Ortsverband Kleve sowie Vertreter von Wald und Holz NRW nutzten den Abend, um ihre Fahrzeuge, Ausrüstung und Einsatzkonzepte gegenseitig vorzustellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

In gemischten deutsch-niederländischen Gruppen erläuterten die Einsatzkräfte die Besonderheiten ihrer Fahrzeuge und Löschtechnik. Parallel tauschten sich die Führungskräfte über Führungsstrukturen, Kommunikationswege und taktische Vorgehensweisen bei Vegetationsbränden aus. Gemeinsam wurde anschließend ein Einsatzkonzept für ein angenommenes Waldbrandszenario entwickelt, bei dem unter anderem eine rund 1.500 Meter lange Wasserversorgung geplant werden musste. Erst im Anschluss wurde dieser gemeinsam erarbeitete Einsatzplan praktisch umgesetzt.

Gerade bei Vegetations- und Waldbränden gewinnt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung. Große Schadenslagen machen nicht an Landesgrenzen halt. Umso wichtiger ist es, dass Einsatzkräfte die Arbeitsweise ihrer Nachbarn kennen und bereits vor einem gemeinsamen Einsatz persönliche Kontakte aufgebaut haben. Genau dieses gegenseitige Verständnis bildete den Kern der Veranstaltung.

Ebenso im Fokus standen Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei Fahrzeugkonzepten, Löschtechniken und Führungsorganisationen. Auch Fragen der Funkkommunikation, der taktischen Kennzeichnung sowie der technischen Kompatibilität der Ausrüstung wurden intensiv diskutiert. Die Teilnehmer erhielten dadurch wertvolle Einblicke in die jeweiligen nationalen Vorgehensweisen und identifizierten zahlreiche Ansätze, die künftig auch in der eigenen Organisation berücksichtigt werden können.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Auswertung. Dabei wurden positive Erfahrungen ebenso offen angesprochen wie Verbesserungspotenziale für zukünftige grenzüberschreitende Einsätze. Der intensive Austausch bestätigte das Ziel der Organisatoren: Vertrauen schaffen, voneinander lernen und die Zusammenarbeit bereits im Alltag stärken - damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Freiwillige Feuerwehr vom 18.07.2026 gegen 11:41 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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