Polizei-News Freiburg, 13.07.26: LKA Baden-Württemberg entlarvt Online-Betrugshelfer und schaltet betrügerische Internetseiten ab
Unerlaubter Aufenthalt für das Presseportal Bild: Adobe Stock / pattilabelle
Erstellt von Team Datenjournalismus
13.07.2026 12.59
Sie nennen sich "Betrugsexperten", bieten "Onlinebetrugshilfe" an oder geben sich als Rechtsanwaltskanzlei für "Betrugs-Recht" aus.
Mit professionell gestalteten Internetseiten richten sich die Täter gezielt an Menschen, die bereits Opfer eines Onlinebetrugs geworden sind. Sie versprechen, verloren geglaubtes Geld zurückzuholen und verlangen dafür eine hohe Anzahlung.
Zu den versprochenen Rückzahlungen kommt es jedoch nie.International wird diese Betrugsmasche als "Recovery Scam" bezeichnet.Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Anzeige einer Geschädigten aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Die Staatsanwaltschaft Freiburg und die Kriminalpolizei Freiburg nahmen die Ermittlungen auf.In enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg konnten rund 50 ähnlich aufgebaute betrügerische Internetseiten identifiziert werden.Viele der Seiten verfügten über besonders vertrauenswürdig wirkende .de-Domains und vermittelten den Eindruck seriöser Beratungs- oder Rechtsdienstleistungen.
Im Zuge der Ermittlungen gelang es, die betrügerischen Webseiten bei einem ausländischen Anbieter abschalten zu lassen.Darüber hinaus wurden zahlreiche deutsche Festnetzrufnummern deaktiviert, über die die Täter ihre vermeintlichen Dienstleistungen angeboten hatten.
Wer bereits Opfer eines Onlinebetrugs geworden ist, hofft oft auf schnelle Hilfe. Genau diese Hoffnung machen sich Kriminelle zunutze. Mit vermeintlichen Hilfsangeboten versuchen sie, Geschädigte ein zweites Mal um ihr Geld zu bringen.
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt deshalb eindringlich vor sogenannten Online-Betrugshelfern und gibt folgende Verhaltenstipps:
So schützen Sie sich
Seien Sie besonders misstrauisch, wenn jemand Sie unaufgefordert kontaktiert
Zahlen Sie niemals Geld, um angeblich verlorenes Geld zurückzubekommen
Geben Sie keine persönlichen Daten heraus
Brechen Sie den Kontakt ab, sobald Druck entsteht
Sichern Sie Beweise, zum Beispiel durch Screenshots
Informieren Sie sofort ihre Bank oder Zahlungsdienstleister
Erstatten Sie Anzeige
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bittet mögliche weitere Geschädigte, sich bei ihrer örtlich zuständigen Polizeidienststelle zu melden und Strafanzeige zu erstatten.
Weitere Informationen zum Schutz vor Onlinebetrug und Cybercrime erhalten Sie auf den Internetseite www.polizei-beratung.de.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Freiburg vom 13.07.2026 gegen 12:23 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de