Polizei-News Neubrandenburg, 08.07.26: "Spendensammler" laufen mit 50-Euro-Schein weg
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marco Rauch
Erstellt von Team Datenjournalismus
08.07.2026 17.41
Gestern Nachmittag ist eine Frau beim Einkauf in einem Einkaufsmarkt in der Sponholzer Straße nahe der Eichhorster Straße von vermeintlichen Spendensammlern nach Geld - angeblich für gehörlose Kinder - gefragt worden. Die 80-jährige Deutsche wollte zehn Euro spenden, hatte aber nur einen Fünfziger. Als sie die Tatverdächtige bat, die Differenz als Rückgeld zu bekommen, liefen die Sammlerin sowie ein wartender Mann, der dazu gehörte, mit dem 50-Euro-Schein weg.
Umstehende Zeugen beschreiben die Frau wie folgt: dunkle, sehr lange Haare, dunkler Teint, südeuropäischer Phänotyp, 25-35 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, schlank. Sie soll eine blaue Jeansjacke getragen haben.Der Mann wird ebenfalls als südeuropäischer Phänotyp beschrieben, soll etwa 1,70 Meter groß gewesen sein, von kräftiger Statur mit starkem Bauch. Er soll bekleidet gewesen sein mit einer blau-weißen Windjacke und einer Jeans.Beide Personen sprachen gebrochen und nur wenig Deutsch.
Wer weitere Hinweise zu den Personen hat, wendet sich an die Polizei unter 0395 / 55825224 oder an die Onlinewache unter www.polizei.mvnet.de
Die Polizei warnt explizit vor dieser "Spendensammler"-Masche. Oft haben ein oder mehrere Personen Klemmbretter in der Hand und sammeln angeblich für taubstumme Kinder oder aus ähnlichen Gründen. In der Regel handelt es sich dabei um Betrüger, die bewusst die Gutmütigkeit insbesondere auch älterer Menschen ausnutzen und das Geld in Wirklichkeit nie an hilfsbedürftige Menschen weitergeben.
Gehen Sie nicht auf solche Anfragen ein und lassen Sie sich auch in keine Gespräche verwickeln, da es auch schon vorgekommen ist, dass in solchen Fällen einer der "Sammler" das Opfer ablenkt und ein Mittäter die Geldbörse oder andere Wertgegenstände entwendet.
Echte Hilfsorganisationen und Spendensammler üben keinen Druck aus, tragen gut sichtbare Ausweise mit Verweisen auf eine Organisation und fordern in der Regel auch kein Bargeld, sondern werben eher um Mitgliedschaften oder Teilnahme an Förderprogrammen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 08.07.2026 gegen 17:03 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de