Polizei-News Oldenburg, 08.07.26: Polizei warnt vor Krypto-Betrug mit gefälschten Werbe-Videos
Raub für das Presseportal Bild: Adobe Stock / wellphoto
Erstellt von Team Datenjournalismus
08.07.2026 08.41
Ein aktueller Betrugsfall beschäftigt derzeit die Polizei Oldenburg. Die Ermittler warnen eindringlich vor einer Betrugsmasche, bei der unter anderem täuschend echt wirkende Werbevideos mit Personen des öffentlichen Lebens erstellt werden.
Vor einigen Tagen erstattete ein Senior aus Oldenburg Anzeige bei der Polizei, nachdem er Opfer eines solchen Betrugs geworden war. Nach seinen Angaben war er im Internet auf eine Werbeanzeige aufmerksam geworden, in der ein aus dem Fernsehen bekannter Moderator für eine vermeintlich lukrative Geldanlage in Kryptowährungen warb.
Im Vertrauen auf die Echtheit der Werbung nahm der Mann zunächst telefonisch und anschließend über einen Messenger-Dienst Kontakt zu den vermeintlichen Anlageberatern auf. Im weiteren Verlauf überwies er einen fünfstelligen Geldbetrag. Erst später erkannte der Senior, dass die Werbeanzeige gefälscht war und das Geld nicht investiert, sondern direkt auf Konten der Betrüger überwiesen worden war.
Nach Erkenntnissen der Polizei folgen die Täter häufig demselben Vorgehen:
Über einen Werbeblock oder entsprechende Anzeigen im Internet werden Anleger auf eine angeblich besonders erfolgreiche Krypto-Handelsplattform aufmerksam gemacht. In den manipulierten Videos werben bekannte Personen scheinbar für eine lukrative Investitionsmöglichkeit.
Im Glauben an die Seriosität der Werbenden investieren Interessierte zunächst eine vergleichsweise geringe Startsumme, häufig etwa 250 Euro. Anschließend werden sie über einen längeren Zeitraum kontaktiert und gezielt manipuliert. Die Täter melden sich regelmäßig, beispielsweise über WhatsApp, geben sich freundlich und präsentieren gefälschte Kursgewinne. So entsteht über Tage oder Wochen ein persönliches Vertrauensverhältnis.
Erst wenn die Anleger die angeblichen Gewinne auszahlen lassen möchten, verlangen die Betrüger für die Auszahlung oft hohe Summen für angebliche Steuern und Gebühren. Erfolgt keine weitere Zahlung, bricht der Kontakt ab. Das investierte Geld ist in der Regel verloren.
Tipps der Polizei:
Keine Finanzgeschäfte per Messenger: Seriöse Banken oder Handelsplattformen kommunizieren niemals über Messenger-Dienste oder private Mobilfunknummern mit ihren Kunden.
Werbung kritisch hinterfragen: Prominente geben im Internet keine geheimen Krypto-Anlagetipps. Solche Werbeanzeigen sind nahezu immer gefälscht.
Zulassung überprüfen: Prüfen Sie vor einer Geldanlage, ob das Unternehmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registriert ist.
Keine Vorabzahlungen leisten: Seriöse Plattformen verlangen keine zusätzlichen Überweisungen für Steuern, Gebühren oder Auszahlungen. Entsprechende Forderungen sind ein deutliches Warnsignal für Betrug.
Im Zweifel die Polizei informieren: Wer den Verdacht hat, Opfer eines Anlagebetrugs geworden zu sein, sollte umgehend Strafanzeige erstatten und keine weiteren Zahlungen leisten. Nehmen sie zudem umgehend Kontakt zu ihrer Bank auf.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt vom 08.07.2026 gegen 08:03 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de