Polizei-News München, 01.07.26: Uniform auch weiterhin Zielscheibe von Gewalttätern
Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Lilli Förter
Erstellt von Team Datenjournalismus
01.07.2026 12.51
Die Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte in Bayern verharrt auf einem besorgniserregend hohen Niveau. Nach dem heute von Innenminister Joachim Herrmann und Justizminister Georg Eisenreich vorgestellten Lagebild "Gewalt gegen Polizeikräfte 2025" wurden im vergangenen Jahr erneut mehr als 3.000 Polizeibeschäftigte bei Angriffen verletzt."Dass die Zahl der verletzten Kolleginnen und Kollegen erneut auf dem erschreckend hohen Niveau des Vorjahres liegt, zeigt deutlich: Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht", erklärt der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Bayern, Jürgen Köhnlein.Die DPolG appelliert an die politischen Verantwortlichen, der zunehmenden Gewalt gegen Einsatzkräfte mit noch größerer Entschlossenheit entgegenzutreten. Erforderlich seien sowohl bessere Rahmenbedingungen für Strafverfolgung und Strafvollzug als auch verstärkte Anstrengungen in der Prävention."Wer Polizistinnen und Polizisten angreift, greift den Rechtsstaat an. Die Uniform darf nicht länger Zielscheibe bleiben", betont Köhnlein.Die DPolG begrüßt, dass die Ausstattung der Polizei kontinuierlich verbessert wird. Eine moderne persönliche Schutzausstattung sowie eine den Gefahren angepasste Bewaffnung bleiben unverzichtbar. Auch die Erprobung des Distanz-Elektroimpulsgeräts (DEIG, umgangssprachlich Taser) im polizeilichen Streifendienst bewertet die DPolG als wichtigen Schritt und gewerkschaftlichen Erfolg.Darüber hinaus fordert die DPolG:
- eine personelle Stärkung von Justiz und Justizvollzug, damit Strafverfahren zügig durchgeführt und Strafen konsequent vollstreckt werden können;
- eine deutlich schnellere Bearbeitung entsprechender Strafverfahren sowie spürbare strafrechtliche Konsequenzen für Gewalttäter;
- einen verstärkten Ausbau der Drogen- und Suchtprävention. Rund 60 Prozent der Tatverdächtigen standen bei den Angriffen unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln;
- eine Ausweitung sowie Entbürokratisierung der staatlichen Erfüllungsübernahme bei Schmerzensgeldforderungen, um verletzte Einsatzkräfte wirksam zu unterstützen.
"Unsere Kolleginnen und Kollegen setzen sich täglich für die Sicherheit der Menschen in Bayern ein. Sie verdienen nicht nur Respekt und Rückhalt, sondern auch den bestmöglichen Schutz und die konsequente Unterstützung des Rechtsstaates", so Köhnlein abschließend.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des DPolG Bayern vom 01.07.2026 gegen 12:10 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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