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Polizei-News Türkenfeld (Lkr. Fürstenfeldbruck), 28.06.26: Biber "Barbara" überlebt Zugunfall Bundespolizei appelliert an Eltern und Kinder

Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Oliver Berg

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Ein verletzter Biber im Gleisbereich des Bahnhofs Türkenfeld hat am Freitagmorgen (26. Juni) einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst. Mehrere Schulkinder beobachteten, wie das Tier von einem Zug erfasst wurde. Um zu verhindern, dass Kinder selbst den Biber aus dem Gleis holen, musste der Bahnverkehr kurzzeitig eingestellt werden.Kurz nach 8 Uhr informierte ging ein Notruf über einen Biber im Gleisbereich des Bahnhofs Türkenfeld. Noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte wurde das Tier von einem in Richtung München fahrenden Zug erfasst. Dabei wurde ein Teil des Biberschwanzes abgetrennt. Der Biber überlebte den Unfall jedoch.Da mehrere Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Jahrgangsstufe den Biber entdeckt und den Unfall beobachtet hatten und teilweise kurz davor waren, ihn eigenständig aus dem Gleisbereich zu holen, wurden die Gleise zwischen Grafrath und Geltendorf von 08:27 Uhr bis 08:49 Uhr gesperrt.Die Bundespolizei barg das verletzte Tier aus dem Gefahrenbereich und verständigte die zuständige Biberbeauftragte des Landkreises Fürstenfeldbruck. Die Tierärztin übernahm den Transport in die Wildtierauffangstation in Fürstenfeldbruck. Dort stellte sich heraus, dass es sich um eine Biberdame handelt. Die eingesetzten Bundespolizisten tauften sie kurzerhand auf den Namen "Barbara". Nach Einschätzung der Tierärztin stehen ihre Überlebenschancen gut.Das Geschehen hatte zahlreiche Schulkinder unmittelbar miterlebt. Beim Eintreffen der Streifen waren viele von ihnen sichtlich aufgelöst. Ein Teil der Kinder ging im Einvernehmen mit den Eltern wieder nach Hause, andere begaben sich in die Schule. Der zwischenzeitlich am Bahnhof eingetroffene Leiter der Grund- und Mittelschule Türkenfeld organisierte dort weitere psychologische Betreuungsangebote. Zusätzlich bot die behandelnde Tierärztin der Schule einen Besuch in der Wildtierauffangstation an, damit die Kinder den weiteren Genesungsweg der Biberdame verfolgen und das Erlebte besser verarbeiten können.Durch die Streckensperrung kam es zu bahnbetrieblichen Auswirkungen. Insgesamt waren neun Züge betroffen, es entstanden 89 Verspätungsminuten sowie vier Teilausfälle.Nach Angaben der behandelnden Tierärztin soll die Biberdame nach ihrer Genesung nach Frankreich gebracht werden. Hintergrund ist, dass dort geeignete Reviere zur Verfügung stehen, während es in der Region aufgrund begrenzter Lebensräume immer wieder zu Revierkämpfen unter Bibern kommt.

Präventionshinweis der Bundespolizei:

Die Bundespolizei weist eindringlich darauf hin, Gleisanlagen unter keinen Umständen zu betreten - auch dann nicht, wenn sich dort ein verletztes Tier, ein Mobiltelefon oder ein anderer Gegenstand befindet. Herannahende Züge nähern sich oft nahezu lautlos und können selbst bei einer Schnellbremsung nicht rechtzeitig anhalten. Bereits der Aufenthalt im Gleisbereich bringt Menschen in Lebensgefahr.Eltern werden gebeten, mit ihren Kindern regelmäßig über die Gefahren an Bahnanlagen zu sprechen und deutlich zu machen, dass im Ernstfall ausschließlich die Polizei oder Mitarbeitende der Bahn verständigt werden dürfen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeidirektion München vom 28.06.2026 gegen 12:13 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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