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Polizei-News Münster, 25.06.26: Senioren um hohe Geldbeträge gebracht - Polizei warnt vor Anlagenbetrug

Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / Karl-Heinz H

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In jüngster Vergangenheit haben unbekannte Täter ältere Menschen mit der Masche "Anlagebetrug" dazu gebracht, höhere Geldbeträge auf ein neu angelegtes Konto zu überweisen. Die Polizei warnt vor unseriösen Gewinnversprechen.

Die Polizei klärt auf: So gehen die Täter vor

Die Täter wecken das Interesse ihrer Opfer beispielsweise durch falsche Werbung angeblicher Prominenter oder vermeintlich lukrative Angebote mit hohen Renditeversprechen im Internet. Die Geschädigten folgen dann einem mutmaßlich harmlosen Link und geben im zweiten Schritt erste persönliche Kontaktdaten wie ihre Mailadresse oder Mobilnummer preis. Anschließend melden sich die angeblichen Finanzberater telefonisch und bauen ein Vertrauensverhältnis auf. Sie bringen die Geschädigten dazu, verschiedene Apps herunterzuladen, über die die Täter sich auf das Endgerät ihrer Opfer aufschalten lassen.

Im weiteren Verlauf überreden die Betrüger die Geschädigten zu einer ersten Transaktion. Um Sicherheit vorzutäsuschen, werden die Gelder anschließend an die Geschädigten zurücküberwiesen. Über Tage hinweg erfolgen weitere Anrufe. Häufig legen die Geschädigten unter Anleitung der Täter selbst neue Konten an. Die Täter übernehmen durch das Ändern von Zugangsdaten im weiteren Verlauf die Kontrolle darüber und transferieren das Geld auf andere Konten oder in Kryptowährung. Sie überreden die Geschädigten mit falschen Gewinnversprechen zu immer höheren Transaktionen. Der Betrug fällt oft erst dann auf, wenn die Opfer auf das Geld zugreifen möchten.

Aktuelle Betrugsfälle in Münster

In den vergangenen Tagen sind der Polizei Münster zwei solcher Fälle bekannt geworden.

Ein 85-Jähriger wurde im Internet auf angeblich hohe Geldgewinne durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aufmerksam. Ihm wurde suggeriert: Je höher die überwiesene Summe, desto größer am Ende der Gewinn. Er überwies über mehrere Wochen unterschiedliche Geldbeträge.In einem zweiten Fall erhielt ein 67-Jähriger einen Anruf eines vermeintlichen Vergleichsportals. Er vereinbarte mit dem angeblichen Mitarbeiter des Portals die Eröffnung eines Festgeldkontos, auf dem der 67-Jährige Geld zu einem festen Zinssatz anlegen solle. Im Verlauf des Gesprächs eröffnete der Geschädigte weitere Konten in den Niederlanden und überwies hohe Geldsummen.

So können Sie sich vor Betrugsdelikten schützen

  • Geldanlagen über das Internet bergen immer ein hohes Risiko. Vertrauen Sie keinen Unbekannten Ihr Geld an.

  • Prüfen Sie Anbieter von Geldanlagen immer sorgfältig, beispielsweise durch eine Internetrecherche oder das Überprüfen von Bewertungen. Doch bedenken Sie: Das ist keine Garantie für Seriosität.

  • Verlässliche Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin): https://www.bafin.de. Dort können Sie Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin abfragen. Sollte das Unternehmen nicht vorhanden sein, kann dies ein Hinweis auf Betrug sein. Allerdings sind bei der BaFin nicht alle seriösen Börsen gelistet.

  • Links, die sich innerhalb einer Mail befinden, sollten Sie nicht anklicken, da diese auf gefälschte Websites führen könnten, die täuschend echt wirken. Geben Sie die Internetadresse stattdessen händisch in Ihrem Webbrowser ein.

  • Gewähren Sie Fremden keinen Zugriff auf Ihre Geräte und lassen Sie nicht zu, dass durch Fremde Apps auf Ihr Gerät installiert werden.

  • Wenn Sie telefonisch zum Überweisen von Geld gedrängt oder

aufgefordert werden, ist besondere Vorsicht geboten. Hierbei handelt es sich in den allermeisten Fällen um einen Betrugsversuch.

  • Auch bei Überweisungen auf Konten im Ausland ist erhöhte Vorsicht geboten. Bedenken Sie aber: Auch eine Überweisung auf ein deutsches Bankkonto bietet keinen Schutz vor Betrug, denn Betrüger nutzen solche Konten oft gezielt, um Vertrauen zu wecken.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Münster vom 25.06.2026 gegen 15:21 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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