Polizei-News Mannheim, 22.06.26: Falscher Bankmitarbeiter erbeutet Bankkarte einer Seniorin - Zeugenaufruf
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Soeren Stache
Erstellt von Team Datenjournalismus
22.06.2026 16.24
Nach bisherigen Erkenntnissen erschien am Samstagnachmittag ein bislang unbekannter Mann gegen 14 Uhr an der Wohnanschrift der Geschädigten in der Dammstraße und gab sich als Mitarbeiter ihrer Bank aus.
Unter dem Vorwand, die Bankkarte der 83-jährigen Frau überprüfen zu müssen, verschaffte sich der Mann Zutritt zur Wohnung. Im weiteren Gespräch überzeugte er die Seniorin davon, dass ihre Bankkarte ausgetauscht werden müsse.
Die Geschädigte übergab dem Unbekannten schließlich ihre Bankkarte sowie die dazugehörige PIN. Der Mann erklärte, innerhalb von zwei Stunden mit einer neuen Karte zurückzukehren. Zu einer Rückkehr kam es jedoch nicht.
Die Bankkarte wurde unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls gesperrt. Ob ein finanzieller Schaden entstanden ist, wird derzeit geprüft. Die Ermittlungen wegen Betrugs wurden aufgenommen.
Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben:
- 40 bis 50 Jahre alt
- Etwa 180 cm groß
Personen, die sachdienliche Hinweise zum unbekannten falschen Bankmitarbeiter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0621 3301-0 zu melden.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf folgende Verhaltenshinweise hin:
Schauen Sie sich unbekannte Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
Seien Sie vorsichtig bei Fremden: Lassen Sie Fremde nur in die Wohnung, wenn Sie sich sicher sind, um wen und welches Anliegen es sich handelt (Firmenausweis, Ausweis oder Gewerbeschein zeigen lassen, Rückruf beim Auftraggeber/Unternehmen etc.). Im Zweifel bestellen Sie diese unbekannte Person zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.
Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an.
Denken Sie daran: Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken Ihnen nie "Geldwechsler" oder "Falschgeld-Prüfer" ins Haus. Verständigen Sie über das Auftauchen derartiger Personen umgehend die Polizei.
Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.
Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren ausdrückliche Ankündigung entgegen, zum Beispiel Nachnahmesendungen oder Lieferungen gegen Zahlung.
Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen.
Mehr dazu finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/haustuerbetrug/
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mannheim vom 22.06.2026 gegen 15:46 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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