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Polizei-News Stuttgart, 08.06.26: Gemeinsam gegen Raubgräber - Landesmuseum und Landeskriminalamt laden zum Kulturkaffee am 11. Juni, 15.30 Uhr, ein

Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / jgfoto

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Jahrtausende alte Münzen, Handwerkskunst oder historische Waffen: In Baden-Württemberg werden immer wieder archäologische Schätze geplündert - Tendenz steigend. Mit Metallsonden und Spaten ausgestattet, suchen Täterinnen und Täter historisch bedeutsame Fundorte und Ausgrabungsstätten auf, um dort nach wertvollen Kulturgütern zu graben und sie dann auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Illegale Sondengänge und Raubgrabungen sind nicht nur eine Straftat, sondern auch eine Katastrophe für das kulturelle Gedächtnis des Landes: "Bei Raubgrabungen zählen wissenschaftliche Standards nicht, entscheidende Informationen über den Fundort, die Lage und Umgebung gehen verloren", erklärt Dr. Matthias Ohm vom Landesmuseum Württemberg (LMW). Gerade dieser Fundkontext macht den wissenschaftlichen und historischen Wert archäologischer Objekte aber aus. Ist er einmal zerstört, lassen sich viele Fragen zur Vergangenheit nie mehr beantworten und der Erkenntnisgewinn ist für immer verloren.

"Kulturgüter sind mehr als historische Objekte. Sie sind Ausdruck unserer kulturellen Entwicklung und kollektiven Erinnerung", ergänzt Kriminalhauptkommissar Stefan Holz, Ermittler aus dem Bereich Kunst- und Kulturgutkriminalität des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg.

Das LKA und das LMW setzen sich seit vielen Jahren zusammen für den Schutz von Kulturgütern ein. Beim Kulturkaffee "LKA und LMW - gemeinsam für den Schutz von Kulturgütern" geben beide Institutionen am Donnerstag, 11. Juni, um 15.30 Uhr Einblicke in ihre Arbeit und stellen exemplarisch Fälle vor. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Bewusstsein für kulturelles Erbe stärken"Grundsätzlich gilt: Ohne behördliche Genehmigung darf niemand eigenständig Grabungen durchführen und archäologische Funde müssen den Denkmalbehörden gemeldet werden. Wer Funde unterschlägt oder verkauft, handelt illegal", erklärt Holz. Fast täglich erreichen das LKA Hinweise auf unerlaubte Grabungen. Hinter vielen Fällen stehen oft organisierte Netzwerke, die Grabbeigaben aus der Bronzezeit, Keramiken und Objekte aus der Keltenzeit oder Münzschätze gezielt ausgraben und weiterverkaufen.

"Ziel ist es, die Kulturgüter auf Grundlage des Kulturgutschutzgesetzes wieder in Landesbesitz zurückzuführen", sagt er. Dabei unterstützen Experten und Expertinnen des Landesmuseums: Sie bestimmen und bewerten die sichergestellten Objekte: Wo wurden sie hergestellt? Aus welcher Zeit stammen sie? Handelt es sich um seltene Stücke?Beiden Institutionen ist es wichtig, bei der Bevölkerung das Bewusstsein für das kulturelle Erbe Württembergs zu stärken. Denn nur wer den Wert archäologischer Funde kennt, kann dazu beitragen, Kulturgutkriminalität einzudämmen und das kulturelle Erbe für kommende Generationen zu bewahren.

Veranstaltungstitel: Kulturkaffee "LKA und LMW: gemeinsam für den Schutz von Kulturgütern" Link: https://t1p.de/yy3fdOrt: Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 StuttgartZeit: 15.30 bis 16 UhrTickets gibt es auf der Website des Landesmuseums. Link: https://t1p.de/2mv2d

Pressebilder unter:

www.landesmuseum-stuttgart.de/presse-1Passwort:

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landeskriminalamt Baden-Württemberg vom 08.06.2026 gegen 10:05 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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