Polizei-News Berlin, 13.05.26: Bundeslagebild Cybercrime 2025 - Deutschland bleibt im Fokus professioneller Cyberkriminalität
Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Lilli Förter
Erstellt von Team Datenjournalismus
13.05.2026 12.12
Das aktuelle Bundeslagebild Cybercrime 2025 des Bundeskriminalamts zeigt erneut: Cyberkriminalität gehört zu den zentralen Herausforderungen der Inneren Sicherheit. Die Bedrohungslage bleibt hochdynamisch, international vernetzt und zunehmend professionell organisiert.
Besonders Ransomware-Angriffe auf Unternehmen, Kommunen, Behörden und Kritische Infrastrukturen machen deutlich, wie verletzlich Staat, Wirtschaft und Gesellschaft im digitalen Raum sind. Zugleich verschwimmen die Grenzen zwischen Cybercrime, Organisierter Kriminalität und geopolitisch motivierten Angriffen immer stärker.
Dazu erklärt Dirk Peglow, Bundesvorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamter:
"Cyberkriminalität entwickelt sich mit enormer Geschwindigkeit weiter. Täter agieren international, arbeitsteilig und technologisch hochprofessionell. Demgegenüber stehen Sicherheitsbehörden, die vielerorts noch immer mit begrenzten technischen Möglichkeiten, komplexen Zuständigkeiten und langwierigen Verfahren arbeiten müssen."
Der BDK fordert deshalb eine konsequente Modernisierung der Sicherheitsbehörden. Notwendig sind moderne digitale Analyse- und Ermittlungsplattformen, KI-gestützte Auswertung, schnellere internationale Zusammenarbeit, bessere Rahmenbedingungen für IT-Fachkräfte und eine dauerhafte Priorisierung der Cybercrime-Bekämpfung.
"Cybercrime kann nicht mit den Strukturen und technischen Möglichkeiten von gestern bekämpft werden. Wir brauchen eine Sicherheitsarchitektur, die mit der Geschwindigkeit und Professionalität der Täter Schritt hält", so Peglow.
Dazu gehören aus Sicht des BDK auch klare, rechtssichere und praxistaugliche Eingriffsbefugnisse. Diese müssen nicht nur beim Bund, sondern im Bereich der Gefahrenabwehr auch in den Polizeigesetzen der Länder verankert werden.
"Cyberabwehr darf nicht erst beginnen, wenn der Schaden bereits eingetreten ist. Gerade bei Angriffen auf Kritische Infrastrukturen, Verwaltungen oder Unternehmen müssen Sicherheitsbehörden frühzeitig, koordiniert und rechtssicher handeln können", erklärt Peglow.
Das Bundeslagebild Cybercrime 2025 zeigt damit erneut: Digitale Sicherheit ist eine Kernfrage moderner Innerer Sicherheit und muss gesamtstaatlich priorisiert werden.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Bund Deutscher vom 13.05.2026 gegen 11:38 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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