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Polizei-News Karlsruhe, 08.05.26: Zoll kontrollierte Paketdienstleister - Hauptzollamt Karlsruhe beteiligte sich an bundesweiter Schwerpunktprüfung

Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Sina Schuldt

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Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls führte am Mittwoch bundesweit eine verdachtsunabhängige Schwerpunktprüfung in der Kurier-, Express- und Paketbranche durch. Auch das Hauptzollamt Karlsruhe beteiligte sich mit rund 100 Einsatzkräften an den umfangreichen Kontrollmaßnahmen gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung.Bundesweit waren mehr als 2.900 Beschäftigte des Zolls im Einsatz. Im Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Karlsruhe erfolgten die Prüfungen insbesondere in Zustellstützpunkten, Depot- und Verteilzentren sowie im Bereich der Paketzustellung.Im Fokus der Kontrollen standen sämtliche Tätigkeitsbereiche der Branche - vom Sammeln und Transportieren bis hin zur Zustellung und dem Umschlag von Sendungen aller Art. Die Einsatzkräfte führten Personenbefragungen durch und prüften Geschäftsunterlagen.Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit stellt bei Prüfungen in der Paketbranche regelmäßig Verstöße gegen arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Vorschriften fest. Häufig werden Arbeitszeiten nicht oder nicht vollständig vergütet. Dadurch kann insbesondere der gesetzliche Mindestlohn unterschritten werden. Betroffen sind unter anderem Ladezeiten, Überstunden oder Fahrten zwischen Paketzentren und der ersten Zustelladresse.Darüber hinaus stehen immer wieder mögliche Verstöße im Zusammenhang mit dem Einsatz von Subunternehmen im Fokus. Dabei besteht oftmals der Verdacht, dass Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten oder Steuern hinterzogen werden.

Zusatzinformation

Die FKS führt regelmäßig bundesweite Schwerpunkt- sowie Sonderprüfungen und örtliche Prüftage auf Basis des risikoorientierten Prüfungsansatzes durch. Diese konzertierten Prüfungen sind ein wichtiges Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und tragen zusätzlich zur flächendeckenden Aufdeckung und Ahndung von Verstößen bei.

Regionale Ergebnisse an den vier FKS-Standorten des HauptzollamtsKarlsruhe:

FKS Karlsruhe:

120 Personen wurden befragt und fünf Geschäftsunterlagenprüfungen durchgeführt. Es wurden zwei Strafverfahren eingeleitet, wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts im Bundesgebiet.

FKS Heidelberg

67 Personen wurden befragt und sieben Geschäftsunterlagenprüfungen durchgeführt. Es wurden zwei Strafverfahren und 15 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, darunter Verstöße gegen die Sofortmeldepflicht und wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts im Bundesgebiet

FKS Rastatt:

40 Personen wurden befragt und dreizehn Geschäftsunterlagenprüfungen durchgeführt.

FKS Ludwigshafen:

49 Personen wurden befragt und zwölf Geschäftsunterlagenprüfungen durchgeführt. Es wurden zwölf Strafverfahren und 19 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, darunter wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts im Bundesgebiet und Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Karlsruhe vom 08.05.2026 gegen 08:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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