Lokales

Polizei-News Gießen, 07.05.26: Bundesweite Zollkontrollen bei Paketdienstleistern - Auch Prüfungen in Nord-, Ost- und Mittelhessen

Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Matthias Balk

  • Artikel teilen:

Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Gießen haben gestern, im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktprüfung Kurier-, Express- und Paketdienstleister kontrolliert. Bereits in den frühen Morgenstunden nahmen sie in Nord-, Ost- und Mittelhessen 81 Betriebe genauer unter die Lupe und überprüften die Arbeitsverhältnisse von 300 Fahrerinnen und Fahrern.Ein besonderer Fokus bei den Prüfungen lag auf Zustellungsstützpunkten in den Regionen sowie auf den Paketzustellern selbst."Hierbei handelt es sich um eine Branche, die im Alltag vieler Menschen kaum wegzudenken ist," so Stephanie Auerswald, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Gießen. "Im Rahmen der Prüfung steht die gesamte Lieferkette im Fokus - vom Einsammeln über den Transport und Umschlag bis zur Zustellung von (Paket-) Sendungen aller Art", so Auerswald weiter.Die Kontrollen verteilten sich wie folgt:

  • Im Raum Gießen insgesamt 11 Betriebe und 107 Personen

  • im Raum Kassel insgesamt 11 Betriebe

  • im Raum Fulda insgesamt 6 Betriebe und 81 Personen sowie

  • im Landkreis Hersfeld-Rotenburg insgesamt 53 Betriebe und 112 Personen.Die Prüfungen zielten darauf ab, die Einhaltung des Mindestlohns sowie sozialversicherungsrechtlicher Pflichten zu überprüfen. Darüber hinaus wird der unrechtmäßige Bezug von Sozialleistungen und die illegale Beschäftigung von Ausländern kontrolliert. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit stellt bei ihren Kontrollen immer wieder fest, dass Arbeitszeiten nicht oder nicht vollständig vergütet werden und dadurch der aktuell geltende gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro je Zeitstunde unterlaufen wird. So werden beispielsweise Überstunden sowie die Zeiten für die Beladung der Fahrzeuge oder die Fahrten zwischen den Paketzentren und dem ersten Zustellort nicht immer entlohnt.Erste Ergebnisse zeigen, in 24 Fällen gibt es bereits erste Verdachtsmomente auf Unregelmäßigkeiten. Nun folgen detaillierte Nachprüfungen, bei denen die vor Ort erhobenen Daten mit der Lohn- und Finanzbuchhaltung der Unternehmen sowie weiteren Geschäftsunterlagen abgeglichen werden."Ziel ist es, langfristig faire Bedingungen in einer Branche sicherzustellen, die stark gewachsen ist und weiter wächst," fügt Stephanie Auerswald noch hinzu.Zusatzinformation:Die FKS führt regelmäßig bundesweite Schwerpunkt- sowie Sonderprüfungen und örtliche Prüftage auf Basis des risikoorientierten Prüfungsansatzes durch. Diese konzertierten Prüfungen sind ein wichtiges Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und tragen zusätzlich zur flächendeckenden Aufdeckung und Ahndung von Verstößen bei.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Gießen vom 07.05.2026 gegen 07:52 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Gießen - Aktuelle Nachrichten aus der Region:

/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.