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Polizei-News Oldenburg, 06.05.26: Erneuter Ermittlungserfolg - Haftbefehle in einem Betrugsverfahren vollstreckt +++

Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Lilli Förter

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Nachdem bereits in einem ähnlich gelagertenErmittlungsverfahren am 24.02.2026 fünf Haftbefehle vollstreckt wurden (SiehePressemitteilung 0140), führten weitere gemeinsame, umfangreiche und verdeckteErmittlungen der Staatsanwaltschaft Bremen und der durchsuchten sechs Wohnungen in Bremen. Hierbei vollstreckten sie zwei weitereHaftbefehle.

Über mehrere Monate erstreckten sich die Ermittlungen, dabei ging es vor allemum Straftaten, bei denen sich die Täter am Telefon als Polizeibeamte undStaatsanwälte ausgegeben haben. Durch die in ausländischen Call-Centern tätigenAnrufer wurde im Rahmen dieser Telefongespräche über einen längeren Zeitraumeine Legende vorgespielt, z. B., dass ein Einbruch kurz bevorstehe, somit die inder Wohnung gelagerten Wertgegenstände in Gefahr seien oder dass das Geld derGeschädigten aufgrund krimineller Aktivitäten bei ihrer Bank dort nicht mehrsicher sei. Auf Grundlage dieser gezielt durchgeführten Täuschungen wurden dieGeschädigten dahingehend beeinflusst, ihre Wertgegenstände an weitere Mittäterauszuhändigen. Zielrichtung der Beschuldigten bei diesen Taten war es Bargeld,Schmuck, Gold, Münzen etc. übergeben zu bekommen, um diese anschließend für sichund weitere Mittäter zu verwenden. Die Übergabe der Wertgegenstände fandausschließlich an den jeweiligen Wohnanschriften der Geschädigten statt.

Den festgenommenen Beschuldigten im Alter von 42 und 16 Jahren wird insbesonderevorgeworfen, die Abholung der Tatbeute in Deutschland zu organisieren und zukoordinieren. Hierbei wurden überwiegend minderjährige Personen zur Abholung derTatbeute eingesetzt. Die Festgenommenen werden noch heute einem Haftrichtervorgeführt. An den Maßnahmen waren unter anderem Geldspürhunde undFinanzermittlerinnen und -ermittler beteiligt. Des Weiteren wurde einVermögensarrest von über 340.000 Euro erwirkt. Bei den Durchsuchungsmaßnahmenfanden die Ermittlerinnen und Ermittler unter anderem Bargeld, Schmuck,Mobiltelefone und weitere Beweismittel und stellten diese sicher. Bei dreiweiteren Verdächtigen im Alter von 16, 17 und 23 Jahren dauern die Ermittlungenan.

Bei den Tatbegehungen kam es überwiegend zu hohen Schadenssummen. Durch dieErmittlungen wurden bis dato acht Taten in Norddeutschland aufgeklärt. DieErmittlerinnen und Ermittler konnten weiterhin bei mehreren Taten erheblicheSchadenseintritte durch ihre Arbeit verhindern.

In diesem Zuge warnt die Polizei noch einmal eindrücklich davor, sich am Telefonnicht unter Druck setzen zu lassen. Die Polizei wird Sie niemals nach IhrenGeld- oder Wertsachen fragen und um deren Herausgabe bitten. Lassen Sie sich amTelefon auf keinen Fall zu kurzfristigen Entscheidungen verleiten, egal wieplausibel eine Situation zunächst dargestellt wird. Ziehen Sie eineVertrauensperson hinzu oder rufen Sie Angehörige unter der Ihnen bekanntenNummer an. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.Sollten Sie sich unsicher fühlen, legen Sie einfach auf! Wenn Sie glauben, Opfereines Betrugsversuchs zu sein, rufen Sie die Polizei unter der Nummer 110 an.

Wichtig: Beenden Sie das vorherige Gespräch, wählen Sie selbst und benutzen Sieauf keinen Fall die Rückruftaste.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Zentrale Kriminalinspektion vom 06.05.2026 gegen 12:48 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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