Polizei-News Rostock, 05.05.26: Betrug zum Nachteil eines Rostocker Ehepaares - vermeintlicher Arzt am Telefon
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Erstellt von Team Datenjournalismus
05.05.2026 10.59
Am 04. Mai 2026 kam es in Rostock zu einem Betrug zum Nachteil eines älteren Ehepaares. Im Vorfeld hatten es Betrüger mit derselben Masche bei einer 82-Jährigen aus Brinckmansdorf versucht, waren dort jedoch erfolglos geblieben.
Gegen 16:00 Uhr erhielt die Geschädigte einen Anruf eines bislang unbekannten Täters, der sich als Arzt eines nahegelegenen Krankenhauses ausgab. Er erklärte, der Sohn des Ehepaares sei schwer erkrankt und dringend auf spezielle, kostenintensive Medikamente aus dem Ausland angewiesen. Zur Glaubwürdigkeit der Geschichte teilte der angebliche Arzt mit, dass die Schwiegertochter ebenfalls im Krankenhaus sei und mit der Situation überfordert sei. Unter dem Eindruck der Angaben stimmten die 73-Jährige und ihr 87-jähriger Ehemann der geforderten Zahlung zu.
Zwischen 18:45 Uhr und 19:00 Uhr übergab die Geschädigte die rund 40.000 Euro an einen unbekannten Mann in der Graf-Lippe-Straße im Hansaviertel. Der Geldabholer, welcher zu Fuß aus Richtung Parkstraße an der Örtlichkeit erschien, wurde wie folgt beschrieben:
- männlich
- ca. 30 Jahre alt
- ca. 170 cm groß, schlank
- dunkle, glatte Haare
- weißer Pullover, schwarze Hose
Erst nach der Geldübergabe nahm das Ehepaar Kontakt zu ihrer tatsächlichen Schwiegertochter über deren bekannte Telefonnummer auf. Diese teilte mit, dass der Sohn gesund und nicht im Krankenhaus sei. Den Geschädigten wurde dadurch klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden waren und verständigten die Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Die Polizei warnt eindringlich:
Betrüger setzen bei sogenannten Schockanrufen gezielt auf emotionale Ausnahmesituationen, um ihre Opfer unter Druck zu setzen. Häufig wird eine angeblich akute Notlage eines nahen Angehörigen vorgetäuscht, um Geldforderungen durchzusetzen.
Deshalb rät die Polizei:
Seien Sie bei unerwarteten Anrufen mit Geldforderungen stets misstrauisch. Brechen Sie das Gespräch ab und kontaktieren Sie Angehörige unter den Ihnen bekannten Telefonnummern. Ziehen Sie im Zweifel immer die Polizei hinzu - wählen Sie den Notruf 110.
Zeugen die sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Tat geben können, gegebenenfalls sogar den Mann gesehen haben, werden gebeten sich beim Kriminaldauerdienst Rostock (Tel. 03814916-1616), bei jeder andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.mvnet.de zu melden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Rostock vom 05.05.2026 gegen 10:21 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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