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Polizei-News Reutlingen, 10.04.26: Mit Messer zugestochen

Die Polizei meldete einen Mord (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow

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Tübingen (TÜ):

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und desPolizeipräsidiums Reutlingen

Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen gegen einen 41 Jahre alten Mann, der in dringendem Verdacht steht, einen 25 Jahre alten Landsmann am Samstag (28.03.2026) in einer Tübinger Flüchtlingsunterkunft, in der sich beide zu Besuch aufgehalten hatten, mit einem Messer angegriffen undlebensgefährlich verletzt zu haben. Der Tatverdächtige befindet sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

An diesem Samstag war die Polizei gegen 22.30 Uhr in die Flüchtlingsunterkunft gerufen worden, nachdem Bewohner dortden 25-Jährigen mit einer lebensgefährlichen Stichverletzung vor demGebäude aufgefunden hatten. Beim Eintreffen der Polizei waren bereits mehrere Ersthelfer vor Ort, die sich um den Mann kümmerten, der in der Folge vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht undnotoperiert werden musste.Woher die Verletzung kam, hatte keiner der Anwesenden beobachtet. Gegenüber den Rettungskräften und der Polizei gab der 25-Jährige an, sich die Verletzung in suizidaler Absicht selbst beigebracht zu haben. Die unmittelbar eingeleiteten kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben zunächst keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Ereignis.

Erste einige Tage später, am Mittwochvormittag (08.04.2026), offenbarte sich der 25-Jährige bei der Polizei und gab an, dass er in der Gemeinschaftsküche der Unterkunft von seinem Bekannten,dem 41-Jährigen, angegangen worden sei. Dabei soll der Ältere ihn plötzlich und unvermittelt mit einem Messer, dass dieser im Hosenbund getragen haben soll, angegriffen und verletzt haben. Der lebensgefährlich Verletzte flüchte im Anschluss vor das Haus, wo er von den Ersthelfern aufgefunden wurde. Aus fortdauernder Angst vor dem Beschuldigten habe er zunächst von einem Suizidversuch gesprochen.

Aufgrund der nunmehr erfolgten Angaben wurde ein richterlicher Beschluss erwirkt und die Ermittler durchsuchten am Freitagmorgen neben der Flüchtlingsunterkunft auch die Wohnung des Beschuldigten in Kirchentellinsfurt.

Der 41-Jährige wurde vorläufig festgenommen und noch am gleichen Tag dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser erließ den von der Staatsanwaltschaft Tübingen beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug. Der ukrainische Staatsangehörige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, insbesondere auch zu den Hintergründen und dem genauen Ablauf des Geschehens, dauern an.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Reutlingen vom 10.04.2026 gegen 13:59 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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