Polizei-News Goslar, 26.03.26: Polizei warnt vor Betrugsmasche mit gefälschten Inkasso-Schreiben
Die Polizei informiert über eine Vermisstenmeldung (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Philipp Schulze
Erstellt von Team Datenjournalismus
26.03.2026 11.41
Eine Betrugsmasche mit gefälschten Inkasso-Schreiben tritt auch im Landkreis Goslar immer wieder auf.
Viele Dienstleister treiben offene Rechnungen nicht selbst ein, sondern beauftragen Inkassounternehmen damit, die Forderungen durchzusetzen. Dass dabei eine Vielzahl von Betrügern versucht, sich die Taschen zu füllen, liegt auf der Hand.
Angebliche Teilnahmen an Lotterien oder anderen Gewinn- sowie Glücksspiel-Abonnements sind hier eine beliebte Masche.
Doch wie erkennen Betroffene, ob eine Forderung berechtigt und ein solches Schreiben seriös ist oder nicht? "Zunächst einmal sollte jeder Empfänger einer Inkasso-Forderung genauestens überprüfen, ob überhaupt eine Rechnung besteht, die zu begleichen ist", sagt Stephan Reis, Leiter des Goslarer Fachkommissariates für Betrugsdelikte. "Im nächsten Schritt prüfe ich, wer diese Forderung stellt und wohin mein Geld überwiesen werden soll. Ein Indiz für eine unseriöse Forderung ist, wenn ich aufgefordert werde, Geld auf ein ausländisches Konto einzuzahlen. Hier sollten alle Alarmglocken klingeln", führt der Ermittler weiter aus und ergänzt: "Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass Gelder eines betrogenen Ehepaars aus Bad Harzburg auf einem Geldwäschekonto entdeckt und gesichert werden konnten. In den allermeisten Fällen werden eingehende Summen durch die Täter umgehend auf das nächste Geldwäschekonto weitergeleitet und sind so auf Nimmerwiedersehen verschwunden".
Die Polizei gibt folgende Tipps, um sich vor solchen Machenschaften zu schützen:Inkasso-Schreiben enthalten oftmals einschüchternde Formulierungen und es werden rechtliche Schritte angedroht. Auch wird man aufgefordert, die vermeintlichen Kanzleien über einen QR-Code, telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren.
- Lassen Sie sich dadurch nicht von einer sorgfältigen Prüfung abhalten.
- Nehmen Sie keinen Kontakt auf, nutzen Sie keinen solcher QR-Codes und überweise Sie kein Geld
- Informieren Sie sich bei einer Verbraucherzentrale, die inzwischen "Schwarze Listen" unseriöser Geldeintreiber veröffentlicht haben.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Goslar vom 26.03.2026 gegen 11:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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