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Polizei-News Braunschweig, 13.03.26: ZOLL überprüft das Baugewerbe / bundesweite Schwerpunktprüfung

Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Matthias Balk

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Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls hat am Dienstag, den 10. März 2026 bundesweit eine konzertierte, risikoorientierte Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Baubranche durchgeführt. Das Hauptzollamt Braunschweig war dazu mit insgesamt 66 Zöllnerinnen und Zöllner der Dienstorte Braunschweig, Göttingen und Hildesheim auf Baustellen im gesamten Hauptzollamts-Bezirk im Einsatz. Insgesamt wurden 220 Personen auf den Baustellen angetroffen und zu ihren Personalien und Arbeitsbedingungen befragt.

Der ZOLL kontrolliert die ordnungsgemäße Anmeldung von Beschäftigten zur Sozialversicherung, mögliche unrechtmäßige Leistungsbezüge sowie die Einhaltung der gesetzlichen Mindestlöhne. Im Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer- sowie Maler- und Lackiererhandwerk gelten branchenspezifische Mindestlöhne. In allen anderen Branchen des Baugewerbes gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn, der seit dem 1. Januar 2026 13,90 Euro brutto pro Zeitstunde beträgt.

Außerdem prüft der ZOLL ob Ausländer die für die Aufnahme einer Beschäftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen beziehungsweise Aufenthaltstitel haben. Bei den stattgefundenen Prüfungen im Baugewerbe wurden hier einige Verstöße festgestellt: Auf diversen Baustellen in Braunschweig, Hildesheim und dem Landkreis Goslar wurden insgesamt zehn ausländische Beschäftigte angetroffen, die keinen gültigen Aufenthaltstitel vorlegen konnten. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts eingeleitet.

Schon in den letzten drei Wochen hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit in der Stadt und im Landkreis Göttingen zwei Ausländerinnen und einen Ausländer bei ihren Prüfungen angetroffen, die nicht im Besitz des erforderlichen Aufenthaltstitels waren. Dabei handelte es sich jedoch nicht um Arbeitnehmer aus der Baubranche, sondern aus dem Prostitutions- sowie dem Gaststättengewerbe. Branchen, die ebenfalls stark von Schwarzarbeit betroffen sind. Die beiden Prostituierten, wovon eine nach Beginn ihres Asylverfahrens untergetaucht war und gegen die andere bereits ein Aufenthaltsverbot in der Bundesrepublik Deutschland bestand, praktizierten in einer Ferienwohnung. Dabei handelt es sich jedoch um keine zugelassenen Produktionsstätten.

Zudem stellten die Einsatzkräfte bei der Schwerpunktprüfung am Dienstag einen Verstoß gegen die Pflicht zur Sofortmeldung fest. Darüber hinaus wurden fünf Beschäftigte angetroffen, die entgegen der gesetzlichen Vorgaben im Baugewerbe keinen Ausweis mit sich führten.Im Nachgang der Kontrollen werden weitere Geschäftsunterlagen geprüft, da sich aus einzelnen Befragungen Hinweise auf mögliche Verstöße gegen den Mindestlohn sowie auf mögliche Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen ergeben haben.

Die Prüfungen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz erfolgen durch Personenbefragungen und/oder Prüfungen der Geschäftsunterlagen und sind oft nur der Auftakt für tiefgreifende Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit.

Aufgrund der volkswirtschaftlichen Bedeutung liegt ein besonderer Fokus auf dem Baugewerbe. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat im Jahr 2025 im Bauhaupt- und Baunebengewerbe inklusive der Branchen des Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer-, Maler- und Lackiererhandwerks sowie des Steinmetz- und Steinbildhauergewerbes bundesweit über 10.000 Strafverfahren und knapp 7.900 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Rund 60 Prozent der im Jahr 2025 durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit festgestellten Schadenssumme sind auf die Baubranche zurückzuführen. Die Gesamtjahresergebnisse der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Braunschweig wurden am 27.02.2026 im Presseportal veröffentlicht.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Braunschweig vom 13.03.2026 gegen 08:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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