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Polizei-News Hannover, 05.03.26: Pressemitteilung: Verdacht auf Schwarzarbeit und Betäubungsmittelhandel in Hannover

Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte

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Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei Hannover und des Hannoveraner Zolls durchsuchten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hannover am 25.02.2026 diverse Bars und Wohnungen in Hannover, Laatzen und Garbsen aufgrund des Verdachts des Betäubungsmittelhandels sowie des Sozialversicherungsbetrugs.

Vorausgegangen war seitens des Zolls die Prüfung einer Bar durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit gegen Ende letzten Jahres.Bei der Prüfung wurden insgesamt drei Arbeitnehmende angetroffen, von denen keiner zum damaligen Zeitpunkt durch die Geschäftsführer der Bar zur Sozialversicherung angemeldet wurde."Meine Kollegen leiteten bereits damals gegen die beiden Geschäftsführer ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelten - besser bekannt als "Sozialversicherungsbetrug"- ein", so Enrico Bacher, Pressesprecher des Hauptzollamtes Hannover.

Da auch bei der Polizei Hannover gegen die Betreiber der Bar (22 und 42 Jahre alt) und einen 29-Jährigen ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen geführt wird, kam es am vergangenen Mittwoch zu gemeinsamen Durchsuchungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hannover.

Bei den Durchsuchungen der Bars und Privatwohnungen stellten die Beamten neben Unterlagen, diversen Mobiltelefonen und anderen mobilen Datenträgern auch mehr als ein Kilogramm Marihuana, über ein halbes Kilogramm Amphetamine, 30 Gramm Kokain, größere Mengen Ethanol zur Herstellung von Drogen, Waffenteile, scharfe Munition und einen vermutlich gestohlenen E-Scooter sicher. Auch Bargeld, versteckt hinter einem Spielautomaten, wurde im Rahmen der Vermögensabschöpfung vorerst sichergestellt.Unterstützt wurden die Beamten durch zwei Rauschgiftspürhunde.

"Durch die Sicherstellung der Unterlagen und Datenträger erhoffen wir uns unter anderem den Verdacht des Sozialversicherungsbetruges weiter erhärten zu können. Bei einer Bar, die fast 24 Stunden geöffnet hat, haben wir den Verdacht, dass diese nicht nur durch vier Arbeitnehmer, die mittlerweile als Minijobber gemeldet wurden, bewirtschaftet werden kann", so Oliver Eisenhauer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hannover.

Ein 42 Jahre alter Mann, einer der insgesamt drei Beschuldigten, wurde noch am Mittwoch in die JVA verbracht, da gegen ihn eine nicht vollstreckte Freiheitsstrafe in Höhe von acht Monaten ausstand.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Hannover vom 05.03.2026 gegen 10:36 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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