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Polizeieinsatz Bad Tölz-Wolfratshausen, 19.02.2026: Festnahme eines Tatverdächtigen nach organisiertem Cybertradingbetrug – Neuhausen-Nymphenburg

Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Vogl

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Für hat die Polizei aktuelle Meldungen herausgegeben. In diesen heißt es:

Festnahme eines Tatverdächtigen nach organisiertem Cybertradingbetrug – Neuhausen-Nymphenburg

Bereits im November 2025 wurde ein über 80-jähriger Münchner mit deutscher Staatsangehörigkeit auf eine Werbeanzeige im Internet aufmerksam. Hierbei wurde ihm vorgetäuscht, mit Investitionen auf einer Krypto-Börse überdurchschnittliche Gewinne erzielen zu können. Bei der vermeintlichen Krypto-Börse handelte es sich um eine verfälschte Website. Zunächst überwies der über 80-Jährige kleinere Geldbeträge, später auch größere Summen. Entgegen seiner Annahme, dass dieses Geld in Kryptowährungen investiert wurde, landete es ausschließlich in Täterhand.

Ab Mitte Dezember waren keine elektronischen Geldtransfers mehr möglich. In der Folge hob der über 80-Jährige mehrfach Geld von seinem Konto ab und übergab es einer unbekannten Person.

Der Sohn des über 80-Jährigen wurde darauf aufmerksam und verständigte die Polizei. Infolge dessen gelang Zivilkräften der Polizei am Dienstag, 10.02.2026 bei einer weiteren geplanten Geldübergabe am vereinbarten Übergabeort in Neuhausen-Nymphenburg die Festnahme eines 22-jährigen ukrainischen Geldabholers ohne festen Wohnsitz in München. Am Mittwoch, 11.02.2026, wurde er einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 72 geführt.

Hinweis der Münchner Polizei: Das Phänomen des Anlagebetrugs im Zusammenhang mit Geldanlagen ist seit längerer Zeit eine bekannte und verbreitete Masche, um Personen zur Überweisung von zum Teil sehr hohen Geldbeträgen zu bewegen.

Auf verschiedenen Wegen, oft über Werbeanzeigen im Internet oder in Sozialen Medien, wird der Kontakt zwischen Geschädigten und kriminellen Netzwerken hergestellt. Oft erfolgt eine telefonische Kontaktaufnahme und persönliche Betreuung der Geschädigten, wobei überdurchschnittliche Renditen in Aussicht gestellt werden. Dabei verwenden die Betrüger am Telefon Fachbegriffe wie „Bitcoin Halving“ und „Exchanger“.

Die Geschädigten werden auf gefälschte Internetseiten gelenkt, wo ihnen positive Kursverläufe vorgetäuscht werden. Anschließend werden sie zur Überweisung von zunächst kleineren Geldbeträgen aufgefordert. Im weiteren Verlauf werden attraktive Gewinne vorgetäuscht, sodass von den Geschädigten anschließend höhere Summen investiert werden. Dieses Geld landet rein in Täterhand. Es kommt zu keinem Zeitpunkt zu realen Investitionen.

Wenn sich Geschädigte später ihre Gewinne auszahlen lassen wollen, werden sie aufgefordert, notwendige Steuervorauszahlungen zu leisten. Anschließend reißt der Kontakt ab.

Präventionstipps: Seien Sie besonders wachsam, wenn:

Hoher Gewinn bei geringem Risiko versprochen wird

Die Anlage über Werbeanzeigen oder mit Prominenten als „Geheimtipp“ gehandelt wird

Sie über einen geringen Einstiegsbetrag (z. B.

siehe Medieninformation 1396 vom 05.09.2025

Wie bereits berichtet wurde am Mittwoch, 27.08.2025 eine über 80-Jährige aus dem Landkreis München Opfer eines Callcenterbetrugs. Hierbei gaben sich Unbekannte am Telefon als Polizeibeamte aus und sprachen die über 80-Jährige auf einen angeblichen Einbruch in Wohnortnähe an. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es den Tätern schließlich, Bargeld und Wertgegenstände im Wert von mehreren Tausend Euro zu erbeuten.

Eine gleichgelagerte Tat ereignete sich am Montag, 01.09.2025 im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Bei der Abholung konnte ein zur Tatzeit 20-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Dachau vorläufig festgenommen werden. Die Ermittlungen ergaben, dass dieser auch für die Geldabholung am 27.08.2025 verantwortlich war.

Durch intensiv geführte Ermittlungen durch das Kommissariat 61 konnten nun zwei weitere Tatverdächtige ermittelt werden.

Ein 22-jähriger Deutsch-Libanese mit Wohnsitz in Berlin fungierte nach derzeitigem Ermittlungsstand als Logistiker, welcher telefonisch die Abholungen organisierte. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl erwirkt und er wurde am Freitag, 13.02.2026 durch Berliner Polizeikräfte verhaftet.

Zudem konnte ein 20-jähriger Deutsch-Iraker mit Wohnsitz im Landkreis Dachau als Fahrer des bereits 01.09.2025 festgenommenen Abholers ermittelt werden. Gegen ihn wurde ebenfalls Haftbefehl erlassen. Dieser wurde am Dienstag, 17.02.2026 durch Münchner Polizeibeamte an seiner Wohnanschrift vollzogen.

Sowohl beim 22-Jährigen, als auch beim 20-Jährigen wurden Handys und andere Datenträger sichergestellt.

Die Ermittlungen dauern an.

Trickdiebstahl aus Wohnung - Brunnthal

Am Mittwoch, 18.02.2026, gegen 12:00 Uhr, klingelten zwei bislang unbekannte Täter am Einfamilienhaus einer über 80-jährigen Deutschen aus Brunnthal. Sie gaben sich als Mitarbeiter der „Wasserwirtschaftswerke“ aus und zeigten einen hellgrünen scheckkartenförmigen Mitarbeiterausweis vor.

Sie täuschten der über 80-Jährigen vor, dass sie aufgrund eines Wasserschadens beim Nachbarn in ihrem Haus die Leitungen kontrollieren müssten, woraufhin die über 80-Jährige beide ins Haus ließ.

Während ein Täter sie ablenkte, durchsuchte der zweite das Haus nach Wertgegenständen. Dabei gelang es ihm Bargeld und eine hochwertige Armbanduhr im Wert von mehreren zehntausend Euro zu entwenden. Anschließend führten beide Täter noch eine kurze vorgetäuschte Überprüfung im Badezimmer durch. Danach flüchteten sie mit einem Kleintransporter. Kurz darauf kamen der über 80-Jährigen Zweifel und sie verständigte den Polizeinotruf 110.

Trotz eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnten keine Tatverdächtigen festgestellt werden.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 55 geführt.

Täterbeschreibung: Beide Täter werden als männlich, ca. 1,80m, südländische Erscheinung, dicklich, rundliches Gesicht kurze dunkle Haare, bekleidet mit dunkler Hose und Anorak, beschrieben; beide sprachen hochdeutsch mit leichtem türkischen Akzent

Zeugenaufruf: Wem sind im angegebenen Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Brunnthal aufgefallen?

Bei wem sind Personen mit der gleichen Vorgehensweise aufgetreten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55 Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums München. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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