Polizei-News Mönchengladbach, 17.02.26: 41-Jähriger zeigt an - Betrügerin verkauft Veranstaltungstickets bei Facebook
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Soeren Stache
Erstellt von Team Datenjournalismus
17.02.2026 11.21
Ein 41-jähriger Mönchengladbacher hat vergangene Woche bei der Polizei angezeigt, dass er einer Facebook-Nutzerin Karten für eine Karnevalsparty abgekauft, diese aber nie erhalten hat.
Der 41-Jährige hatte in einer Facebook-Gruppe den Post einer Nutzerin gefunden, laut dem diese Karten für eine bereits ausverkaufte Veranstaltung abzugeben hätte. Der Mann kontaktierte sie daraufhin über den Facebook-Messenger und bekundete Interesse an zwei Eintrittskarten. Nachdem sie sich auf einen Preis für beide Tickets geeinigt hatten, sendete der 41-Jährige die Hälfte des Betrags via PayPal "Familie und Freunde". Daraufhin erhielt er eine passwortgeschützte PDF-Datei. Das dafür benötigte Passwort wurde ihm nach Sendung des Restbetrages zugesichert. Als er den Restbetrag erneut via PayPal sendete, forderte die angebliche Verkäuferin eine erneute, frei erfundene Summe, die sie als Servicepauschale deklarierte. Als der 41-Jährige nicht bereit war diese zu zahlen und sein Geld zurückforderte, meldete sich die Betrügerin nicht mehr. (cr)
Die Polizei warnt: Facebook-Gruppen werden häufig als private Ticketbörse genutzt. Immer wieder machen sich das Betrüger zu Nutze.
Sie gibt folgende Tipps, um sich zu schützen:
Profil angucken: Betrüger nutzen häufig gefälschte Profile. Werden Sie misstrauisch, wenn kaum Profilinformationen, nur wenige Fotos in schlechter Qualität und keine aktuellen Beiträge zu finden sind. Aber auch bei lebendigen Profilen mit vielen Beiträgen kann es sich um Profile handeln, deren Anmeldedaten gestohlen wurden.
Kommunikation verfolgen: Sehen Sie sich die Postings der Person an. Wenn der Nutzer in öffentlichen Gruppen die Kommentarfunktion ausschaltet und nur persönliche Nachrichten zulässt, sollte man stutzig werden.
Angebote prüfen: Werden Sie stutzig, wenn der User mehrere Karten, vielleicht sogar für verschiedene Konzerte einer Tournee oder unterschiedliche Veranstaltungen, anbietet.
Community nutzen: Verfolgen Sie die Aktivitäten des Anbieters in der Facebook-Gruppe. Tauschen Sie sich mit anderen Nutzern aus, ob bereits Erfahrungen mit ihm bestehen.
Zahlung absichern: Besteht der Verkäufer darauf für die Bezahlung nur die Option "Geld an Freunde und Familie senden" bei PayPal zu nutzen ist Vorsicht geboten. losschickt, greift der Käuferschutz nicht. Häufig bitten die Betrüger unter einem Vorwand (kein eigenes PayPal-Konto) um Überweisung auf ein Konto von Dritten, auf das sie Zugriff haben. Die Alarmglocken sollten ebenfalls schrillen, wenn um Überweisung auf ein ausländisches Konto gebeten wird.
Identitätsklau bedenken: Um zu belegen, dass sie wirklich der bei Facebook angemeldete User sind, versenden Betrüger Fotos von Ausweisdokumenten. Auch diese können gestohlen sein. Auf keinen Fall sollten Sie Bilder von eigenen Ausweisdokumenten verschicken.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Mönchengladbach vom 17.02.2026 gegen 10:48 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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