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Polizei-News Neubrandenburg/Waren, 05.02.26: Polizei warnt vor Teppichverkäufern an Haustür

Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Soeren Stache

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Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind derzeit aggressiv auftretende Teppichverkäufer unterwegs. In Neubrandenburg haben sie sich dreist und vehement den Zutritt in die Wohnung eines Seniorenpaars erzwungen und den beiden völlig minderwertige Teppiche zu hohen Preisen angedreht. Die Betrüger gaben vor, es handele sich um hochwertige Teppiche aus der Türkei.

Nun haben die Senioren mindestens 1000 Euro ausgegeben für Teppiche, die mutmaßlich nicht mal ein Viertel wert sind. Gestern erstatteten sie Anzeige, nachdem einem Familienangehörigen der Betrug auffiel.

Zu Wochenbeginn soll die Gruppe auch in Waren unterwegs gewesen sein. Hier nach jetziger Kenntnis ohne Erfolg. In Waren konnten die Betrüger von der Polizei angehalten und abgeprüft werden. Ob dieses Quartett ebenfalls in Neubrandenburg unterwegs war, müssen die laufenden Ermittlungen zeigen.

Die aktuelle Besetzung in den bekannten Fällen besteht aus zwei Männern und zwei Frauen. Die Männer hatten schwarze Haare und sehen optisch wie Mitte/Ende 30 aus. Die beiden Frauen, von denen eine deutlich jünger aussieht als die andere, haben beide zurückgesteckte lange Haare, die blond/dunkelblond sind.

Es könnten aber auch ganz andere Zusammensetzungen aktiv in der Region sein. Es ist zudem sehr wahrscheinlich, dass die Teppichverkäufer auch über den Landkreis hinaus in MV ihr Unwesen treiben werden.

Warum solche Betrüger manchmal auf offene Ohren stoßen und Opfer finden? Weil sie wissen, dass gerade bei Senioren vermeintlich hochwertige Dinge wie Schmuck, Büchersammlungen oder eben Teppiche wie eine Art Investition des Ersparten in etwas "Sinnvolles" angesehen wird. Und weil Senioren häufiger bereit sind, sich für Haus oder Wohnung oder für sich selbst "etwas zu gönnen", was praktischerweise an der Haustür angeboten wird. Das wissen auch die Betrügerbanden und nutzen das schamlos aus.

Wir appellieren in diesem Zusammenhang vor allem an die Kinder und Enkel, bezüglich solcher Betrugs- und Wuchergeschäfte aufklärende Gespräche mit ihren Eltern bzw. Großeltern zu führen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 05.02.2026 gegen 10:15 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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