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Polizei-News Münster, 03.02.26: UKM tritt NRW-weitem Präventionsnetzwerk "Sicher im Dienst" bei

Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marco Rauch

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Mit dem Beitritt zum Präventionsnetzwerk "Sicher im Dienst" setzt das UKM ein klares Zeichen für den Schutz seiner Beschäftigten. In dem landesweiten Netzwerk, das aus dem Polizeipräsidium Münster koordiniert wird, tauschen verschiedenste Einrichtungen des öffentlichen Dienstes ihre Erfahrungen und Best Practices im Umgang mit Gewalt aus, um Sicherheit und Respekt im öffentlichen Dienst nachhaltig zu stärken.

Münster (ukm/lwi). Mit Beginn des Jahres 2026 hat sich das UKM (Universitätsklinikum Münster) dem Präventionsnetzwerk "Sicher im Dienst" des Landes NRW angeschlossen, dem aktuell mehr als 2700 Beteiligte aus 1000 verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes angehören.

Bundesweit haben wiederholt auch Vorfälle mit aggressiven Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen in den Notaufnahmen von Krankenhäusern öffentliche Aufmerksamkeit erlangt. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass Übergriffe gegenüber Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, die tagtäglich für das Wohl anderer sorgen, ein ernstzunehmendes und wachsendes Problem darstellen.

Zum offiziellen Beitritt des UKM in das Netzwerk ist Münsters Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf jetzt ins UKM gekommen. Gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor, Prof. Alex W. Friedrich, dem Kaufmännischen Direktor Dr. Christoph Hoppenheit, dem Leiter der Stabsstelle Unternehmenssicherheit, Sascha Czech, sowie Pia Austrup von der Stabsstelle #sicherimDienst unterzeichnete sie die Beitrittsurkunde zum Netzwerk.

"Ich freue mich über den Beitritt des UKM. Wir arbeiten bereits an vielen Stellen und unterschiedlichsten Themen sehr vertrauensvoll zusammen. Umso mehr freut es mich, dass wir nun auch beim Schutz der Beschäftigten kooperieren," begrüßte Dorndorf den neuen Netzwerkpartner.

Über einen Erfahrungsaustausch der Netzwerkpartner werden konkrete Präventionsmaßnahmen und praxisnahe Lösungsstrategien im Umgang mit Gewalt geteilt. Dabei hilft auch ein Präventionsleitfaden, der spezifische Handlungsempfehlungen für die Vor- und Nachsorge von Übergriffen bietet - zugeschnitten auf die unterschiedlichen Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes.

Der Beitritt ist eine weitere Ergänzung im breiten Tätigkeitsfeld der Unternehmenssicherheit, mit der sich am UKM eine eigene Stabsstelle befasst. Sie ist neben der 24/7-Sicherheit auf dem gesamten Campus auch für die Cyber- und die Medizinproduktesicherheit verantwortlich. Darüber hinaus informiert und sensibilisiert sie Mitarbeitende - teils mit extra dafür entwickelten Kampagnen - zum richtigen Umgang mit Risiken und Gefahren online wie offline. Zudem gibt es am Klinikum zahlreiche unterschiedliche Anlaufstellen und Initiativen, wie etwa das Projekt SAFER, das auf eine gewaltfreie Kommunikation im OP und in der Intensivmedizin abzielt. "Ein sicheres Arbeitsumfeld ist für unsere Beschäftigten von größter Bedeutung - auch im Sinne einer verlässlichen Versorgung unserer Patientinnen und Patienten", sagt Hoppenheit und ergänzt: "Um Konflikten vorzubeugen und Sicherheit zu garantieren, treten wir gerne dem Präventionsnetzwerk ,Sicher im Dienst' bei und freuen uns auf den Erfahrungsaustausch sowie die Zusammenarbeit mit den vielen bereits vertretenen Behörden, Organisationen, Institutionen und Verbänden. Wir sind uns sicher, dass wir mithilfe der dortigen Partnerinnen und Partner die Kultur des Miteinanders am UKM weiter verbessern und unsererseits nützliche Erfahrungen in das Netzwerk einbringen können."

sicherimDienst ist eine landesweite Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen für mehr Schutz und Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Zentrales Element ist ein bundesweit einmaliges, behördenübergreifendes Präventionsnetzwerk, in dem sich Verwaltungen, Einrichtungen und Organisationen austauschen und voneinander lernen. Ziel ist es, Gewaltprävention im öffentlichen Dienst nachhaltig zu stärken - unter anderem durch praxisnahe Materialien, gemeinsame Veranstaltungen und den Transfer bewährter Maßnahmen über Berufsgrenzen hinweg.

Koordiniert wird das Netzwerk durch eine beim Polizeipräsidium Münster angesiedelte Stabsstelle.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des #sicherimDienst vom 03.02.2026 gegen 11:37 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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