Polizei-News Wuppertal, 15.01.26: W Betrüge an älteren Menschen - Zeugen gesucht
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Oliver Berg
Erstellt von Team Datenjournalismus
15.01.2026 12.46
Am Mittwoch (14.01.2026) sind zwei Anzeigen wegen Telefonbetrügen gegenüber älteren Menschen eingegangen.
Im Bereich Langerfeld meldete sich am Mittwoch gegen 14:20 Uhr der vermeintliche Sohn eines Ehepaares (w 79, m 84) aus dem Krankenhaus und gab eine Corona-Erkrankung und eine damit verbundene Behandlung vor, welche eine hohe Geldsumme kosten würde. Eine Frau, die sich alsbehandelnde Ärztin ausgab, übernahm das Gespräch und forderte einen fünfstelligen Euro-Betrag als Vorauszahlung, bevor die Krankenkasse die Kosten übernähme.
Das Ehepaar übergab wenige Minuten später (14:35 Uhr) an seiner Haustür das Geld an einen unbekannten Mann mit stämmiger Figur. Zur Tatzeit trug er eine Hose mit Tarnmuster und einen schwarzen Rucksack. Der Mann fuhr in einem weißen Renault Clio mit polnischem Kennzeichen davon.
In Uellendahl rief ebenfalls am Mittwoch gegen 15:30 Uhr die vermeintliche Tochter einer 68-jährigen Frau an. Sie gab vor, einen Unfall gehabt zu haben und nun in Haft zu sein. Das Gespräch wurde umgehend durch eine Frau übernommen, die sich als Staatsanwältin ausgab. Sie bot der 68-Jährigen die Möglichkeit, gegen eine Geldzahlung ihre Tochter aus der Haft "freikaufen" zu können.
Die Uellendahlerin ging auf das Angebot ein und übergab gegen 16:00 Uhr auf dem Gehweg vor ihrem Haus einen fünfstelligen Bargeldbetrag sowie Schmuck an einen unbekannten Mann. Er wird als circa 1,80 m bis1,85 m groß und etwa 35 Jahre alt beschrieben. Zur Tatzeit trug er kurze braune Haare und war dunkel gekleidet. Er entfernte sich in einem schwarzen Pkw.
Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der 0202 / 284 0 bei der Polizei zu melden.
An dieser Stelle möchten wir noch einmal auf die Präventionskampagne "Gut Aufgelegt! Telefonbetrug kann jeden treffen" der Polizei Wuppertal aufmerksam machen.
https://wuppertal.polizei.nrw/artikel/gut-aufgelegt-telefonbetrug-kann-jeden-treffen
Tief durchatmen, auch wenn die Geschichte noch so dramatisch klingt.
Legen Sie beim geringsten Zweifel auf! Rufen Sie selbst die Polizeiunter der 110 an!
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und seien Sie misstrauisch, wenn Sie von einem unbekannten Anrufer mit einem beunruhigenden Sachverhalt und finanziellen Forderungen konfrontiert werden.
Sprechen Sie nicht mit Betrügern - sondern mit Ihren Angehörigen: Fragen Sie bei Ihren richtigen Angehörigen persönlich nach oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
Denken Sie daran: Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrügerinnen und Betrüger!
Die Polizei nimmt niemals Geld, Schmuck oder Wertgegenstände entgegen. Erst recht nicht als Kaution.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Wuppertal vom 15.01.2026 gegen 12:05 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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