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Polizeieinsatz Eichstätt, 09.01.2026: Falscher Polizeibeamter - Seniorin übergibt Bargeld an falschen Polizisten

Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel

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Für die Regionen Eichstätt und Ingolstadt hat die Polizei eine aktuelle Meldung herausgegeben. In dieser heißt es:

Ingolstadt, Landkreis Eichstätt, 09.01.2026_In den Abendstunden des 08.01.2026 kam es zu einer Vielzahl von Anrufen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Ingolstadt mit der Masche „falscher Polizeibeamter“. In einem Fall waren die Betrüger erfolgreich und erbeuteten 10.000 Euro Bargeld im Südwesten Ingolstadts.

Gegen 21.00 Uhr erhielt eine 86-jährige Ingolstädterin einen ersten Anruf eines Betrügers. Dieser gab sich als Polizeibeamter aus und erzählte ihr, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen ist. Dabei konnte ein Einbrecher festgenommen werden, welcher eine Liste mit Namen und Anschriften bei sich hatte, worauf auch ihre Andresse gelistet ist. Durch geschickte Gesprächsführung brachte er die Seniorin soweit, dass sie sich bereit erklärte einem weiteren Polizisten ihr zu Hause aufbewahrtes Bargeld zu zeigen.

Kurze Zeit nach dem Anruf klingelte es bei der Rentnerin an der Türe und sie ließ den angekündigten falschen Polizeibeamten in ihre Wohnung. Dort übergab sie ihm ihr erspartes Bargeld. Unter dem Vorwand das Bargeld auf Fingerabdrücke zu prüfen ließ er die Dame zurück und verließ das Haus in unbekannte Richtung.

Nachdem der Betrüger nicht mehr zurückkehrte kamen der Rentnerin Bedenken und sie informierte die Polizei. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne Erfolg.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt übernommen. Zeugen werden gebeten, Hinweise bezüglich verdächtiger Personen und Fahrzeuge welche sich zur relevanten Zeit zwischen 18.00 Uhr und 22:00 Uhr in Wohnsiedlungen, insbesondere im Südwesten Ingolstadts, Friedrichshofen und Hepberg aufhielten.

Hinweise werden unter der Telefonnummer 0841/9343-0 entgegengenommen.

Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt rät:

Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!

Gelegentlich wird auf Telefondisplays durch einen technischen Trick die Nummer 110 angezeigt. Beachten Sie hierzu, dass die Polizei Sie niemals unter der Notrufnummer 110 anruft!

Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!

Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein!

Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen!

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!

Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 - benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!

Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!

Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!

Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

Die Bayerische Polizei - LEG AUF!

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Nord. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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