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Polizei-News Mittelbaden, 12.09.25: Sicherer Start ins neue Schuljahr

Polizeimeldung: Verkehrskontrolle Bild: Adobe Stock / Gerhard Seybert

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Das Ende der Sommerferien bringt mit dem Schulbeginn und den Einschulungen der Schulanfänger wieder zehntausende Schüler auf die Straßen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg. Im Landkreis Rastatt, dem Ortenaukreis und dem Stadtkreis Baden-Baden sind daher täglich Polizeibeamtinnen und -beamte im Rahmen der Aktion `Sicherer Schulweg´ unterwegs. Die Polizeireviere und Verkehrspolizeidienststellen führen dabei in den ersten Schulwochen zu den relevanten Zeiten verstärkte Kontrollen durch.

Im vergangenen Schuljahr 2024/25 erfasste das Polizeipräsidium Offenburg statistisch 24 Schulwegunfälle. Dieser Wert liegt unter der Vorjahreszahl von 30 Unfällen und zeigt damit eine weitere Verbesserung der Sicherheit auf Schulwegen auf.

Insgesamt 20 junge Menschen wurden bei den Unfällen leicht verletzt (Schuljahr 2024/25: 29), während es in 3 Fällen (Schuljahr 2024/25: 2) sogar zu schweren Unfallfolgen kam.

Betrachtet man die Unfallursachen, fällt auf, dass der Anteil an selbstverschuldeten Unfällen bei rund 42 % (43% im Vorjahr) liegt.

In 33 % (13%) der Fälle kam es zu Unfällen zwischen Radfahrenden und Pkw/Lkw-Nutzern. Der Anteil der Radfahrenden am Gesamtunfallgeschehen betrug 50 %(43 %). In 38 % (23 %) der Fälle waren Fußgänger beteiligt, in 17 % Elektrokleinstfahrzeuge (E-Scooter).

Häufigste Ursachen von Schulwegunfällen waren Vorfahrtsverstöße, Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr sowie falsches Verhalten von Fahrzeugführern gegenüber Fußgängern.

Betrachtet man die verschiedenen Landkreise hinsichtlich der Anzahl der Schulwegunfälle, ereigneten sich im Ortenaukreis im Vergleich zum vorherigen Schuljahr 5 Unfälle weniger (von 23 auf 18). Im Landkreis Rastatt sank die Unfallanzahl ebenfalls von 7 auf 5. Im Stadtkreis Baden-Baden war 1 Unfall (0) zu verzeichnen.

Die meisten Unfälle ereigneten sich in Offenburg (5) sowie Ettenheim, Lahr und Rastatt mit jeweils 3 Schulwegunfällen. In Gengenbach und Oberkirch wurden jeweils 2 Schulwegunfälle erfasst.

Wie auch in den letzten Jahren lassen sich dabei keine klassischen Unfallhäufungsstellen ausmachen.

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem:

  • Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht

  • Geschwindigkeitskontrollen, insbesondere an Stellen mit erhöhten

    Unfallgefahren für Kinder und Jugendliche und im Bereich der

    Schulwege

  • Kontrolle des Verhaltens von Kraftfahrzeugführern gegenüber

    öffentlichen Verkehrsmitteln und Schulbussen sowie an

    Bushaltestellen, Fußgängerfurten und -überwegen

  • Ahndung von Verstößen gegen Park- oder Haltverbote sowie die

    Nutzung von Mobiltelefonen im Umfeld von Schulen, Kindergärten

    oder geschützten Überwegen

  • Überprüfung der technischen Sicherheit der von Schülerinnen und

    Schülern genutzten Verkehrsmittel im Straßenverkehr,

    insbesondere der Fahrräder

  • Überwachung des Verhaltens von Schülerinnen und Schülern auf den

    Schul- und Radschulwegen

Tipps Ihrer Polizei - Das können Eltern tun!

  • Laufen Sie anfangs mit Ihrem Kind ein paar Mal den Schulweg ab -

    hin und zurück. Dabei bietet es sich auch an, sich mit anderen

    Eltern abzusprechen. Der kürzeste Weg zur Schule muss nicht der

    beste und sicherste sein. Querungshilfen wie Mittelinseln,

    Zebrasteifen oder Fußgängerlichtzeichenanlagen sind nützliche

    Stellen zum sicheren Überqueren der Fahrbahn. Ein kleiner Umweg

    kann hier das Risiko minimieren. Trauen Sie Ihren Kindern zu,

    den Weg zur Schule selbständig zu meistern und gefährden Sie als

    Eltern-Taxi nicht die Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen.

    Kinder aus der Nachbarschaft können sich in "Laufbussen"

    organisieren und so den Schulweg gemeinsam bewältigen. Sichere

    Schulwege findet man in den Schulwegplänen der jeweiligen

    Schule. Der Schulwegplan ist eine kartografische Darstellung des

    Umfeldes einer Schule, die sichere Querungsstellen,

    Gefahrenstellen und deren Bewältigung sowie günstige Wege von

    Wohnort der Kinder zur Schule aufzeigt.

  • Achten Sie gerade in der kommenden Jahreszeit auf helle

    Kleidung. Reflektierende Sicherheitswesten erhöhen die

    Erkennbarkeit und damit die Verkehrssicherheit. Immer nach dem

    Motto: "Sehen und gesehen werden."

  • Wenn Sie Ihr Kind oder Kinder aus der Nachbarschaft zur Schule

    fahren, sichern sie die Kinder mit den vorgeschriebenen

    Kindersitzen. Fahren sie in der Nähe von Kindergärten- und

    Schulwegen langsam und rechnen Sie mit spontanen Handlungen von

    Kindern am Fahrbahnrand - z. B. plötzliches Losrennen auf die

    Fahrbahn. Seien Sie bremsbereit. Bedenken Sie: Kinder können die

    Gefahren im Straßenverkehr, wie z. B. Geschwindigkeiten nicht

    richtig einschätzen.

  • Lassen Sie die Kinder auf der Fahrbahn abgewandten Seite ein-

    und aussteigen. Halten sie mit ihrem Fahrzeug nicht auf dem

    Gehweg. Auch für "Eltern-Taxis" gilt: Im Absoluten Halteverbot

    darf man nicht anhalten. Auch nicht nur für kurze Zeit. Diese

    Bereiche sind vor Kindergärten und Schulen eingerichtet, um

    Autofahrern und Kindern die Sicht nicht zu versperren und ein

    sicheres Queren der Fahrbahn zu ermöglichen.

Definition Schulwegunfall: Schüler und Schülerinnen bis 17 Jahre, die als aktive Verkehrsteilnehmer auf dem Weg von oder zur Schule durch einen Verkehrsunfall verletzt wurden.

Erfahren Sie mehr über die aktuellen Geschehnisse in Ihrer Region, einschließlich Wettervorhersagen, Warnmeldungen und vielem mehr, auf unserer Regio-News-Seite für Mittelbaden.

Aktuelles aus Rastatt und der Region:

Wie teuer Verkehrsdelikte und andere Regelverstöße im Straßenverkehr sind, können Sie in unserer Übersicht zum aktuellen Bußgeldkatalog lesen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Offenburg vom 12.09.2025 gegen 13:15 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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