Eindeutige Warnsignale: Fußballer-Frau an Hirntumor verstorben - woran erkennt man die Krankheit?
Hirntumore sind selten - dafür aber umso tödlicher. Bild: AdobeStock / Gorodenkoff
Von news.de-Redakteur Felix Schneider
12.03.2026 12.14
- Ilona Löwen, die Frau des Fußball-Profis Eduard Löwen ist verstorben
- Todesursache war ein Hirntumor, der sich schnell entwickelt hatte
- Wir erklären Ihnen, an welchen Anzeichen man die Erkrankung erkennt
Mehr Infos rund um Krebserkrankungen finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Ilona Löwen ist verstorben: Die Ehefrau des Profi-Fußballers Eduard Löwen ist im zarten Alter von 29 Jahren verstorben. Rund zwei Jahre lang kämpfte sie bis zum bitteren Ende gegen einen Hirntumor. Eine frühere Erkennung der Erkrankung hätte ihr möglicherweise das Leben retten können. Auf welche Symptome Sie achten sollten, verraten wir Ihnen hier.
Welche Anzeichen zeigten sich zuerst bei Ilona Löwens Hirntumor?
Bereits als Kind wurde bei Ilona Löwen ein gutartiger Hirntumor festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Ärzte allerdings der Meinung, dass der Tumor nicht weiter wachsen würde. Für Ilona damals eine "Riesen-Erleichterung", wie sie im Podcast "deep talk" im Februar 2025 berichtete. Doch 2024 hatte die Fußballer-Frau plötzlich mit extremen Kopfschmerzen zu kämpfen - zunächst dachte sie, dass diese nur stressbedingt seien.
Zu dieser Zeit hatte sich das junge Ehepaar gerade ein Haus in St. Louis gekauft, wo Eduard Löwen für den US-amerikanischen Verein St. Louis City FC spielt. Kurze Zeit später begannen die Renovierungsarbeiten - und gleichzeitig kam ein unplanmäßiger Flug nach Deutschland den Arbeiten am Haus in die Quere. "Ich dachte, das ist normal. Ich dachte, mein Körper reagiert einfach auf diesen Stress so", erklärte Ilona Löwen. Doch statt einer stressbedingten Migräne. Der Hirntumor aus ihrer Kindheit kam für sie damals als Ursache nicht in Frage.
Gutartiger Hirntumor wurde plötzlich bösartig
Die Symptome ließen allerdings nicht nach - im Gegenteil, sie wurden nur noch schlimmer. Löwen konnte vor Schmerzen weder essen noch trinken und erbrach sich immer wieder. Ihr Mann fuhr sie schließlich ins Krankenhaus, wo ein MRT zeigte, dass der Tumor sich doch weiter vergrößert hatte. Der Tumor hatte die Gehirnhöhlen so weit eingenommen, dass die Gehirnflüssigkeit nicht mehr abfließen konnte. Bei einer OP konnte ein Großteil des Tumors zwar entfernt werden, doch eine Gewebeuntersuchung zeigte, dass das einst gutartige Geschwülst doch bösartig geworden war. Die Diagnose der behandelnden Ärzte: Hirntumor Stufe 4 - die aggressivste Form. Ilona Löwen starb schließlich nach langem Leiden am 9. März 2026.
Wie wahrscheinlich sind Hirntumore - und wie gefährlich ist die Erkrankung?
Laut der Deutschen Hirntumorhilfe erkranken jedes Jahr rund 7.200 Menschen hierzulande an einem bösartigen Hirntumor. Damit sind Hirntumore zwar die häufigste Krebserkrankung im Zentralen Nervensystem (95 Prozent), auf die allgemeine Bevölkerung gerechnet aber nur sehr selten. Dennoch sind die Geschwüre gefährlich: Auf der Liste der krebsbedingten Todesfälle liegen Hirntumore auf Platz 10. Die 5-Jahres-Überlebensrate ist je nach konkreter Art unterschiedlich, kann aber auf bis zu 6 Prozent bei Menschen über 40 Jahren sinken.
Typische Warnsignale sind unter anderem:
- Krampfanfälle
- Sprachstörungen
- Sehstörungen
- Lähmungen
Kopfschmerzen sind dabei, anders als viele annehmen würden, ein eher seltenes Symptom. Dennoch sollte man Kopfschmerzen ernst nehmen, da sie auch auf Entzündungen im Kopf, Nasennebenhöhlen-Probleme oder hohen Blutdruck sowie Schlaganfälle hinweisen können.
So laufen Behandlungen für Hirntumore ab
Zu den Behandlungsmöglichkeiten für Hirntumore zählen vor allem Operationen, bei denen Tumor-Gewebe entfernt wird, Strahlen- und Chemotherapie. Die Diagnose erfolgt in der Regel per Computer-Tomographie (CT) oder Magnetresonanz-Tomographie (MRT). Mithilfe dieser Diagnosemethoden lassen sich auch die Operationen genau planen, um umliegende Nervenzellverbindungen und Hirnfunktionen nicht zu beschädigen.
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