Fritten-Check: Darum sind Pommes nicht so ungesund, wie behauptet wird
Pommes sind nicht ganz so schlecht für den Körper, wie ihr Ruf vermuten lässt. Bild: AdobeStock / Fischer Food Design
Von news.de-Redakteur Felix Schneider
17.02.2026 15.06
- Pommes haben einen schlechten Ruf als Fast Food
- So ungesund wie angenommen sind sie allerdings nicht
- Es kommt auf die Art und Weise der Ernährung als Ganzes an
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So beliebt sie auch sind: Die wenigsten würden wohl behaupten, dass Pommes als besonders gesundes Essen gelten. Daran ist allerdings auch die Art und Weise schuld, wie über Ernährung debattiert wird. Tatsächlich tendieren moderne Ernährungswissenschaftler dazu, das Thema Ernährung deutlich differenzierter zu sehen. Warum auch Pommes deshalb nicht nur schlecht für den Körper sind, erfahren Sie hier.
Warum die Einteilung in gesund und ungesund nicht klappt
"Gesund" und "ungesund" sind aus wissenschaftlicher Sicht eher abstrakte Konzepte - und bringen hinsichtlich ernährungsmedizinischer Erkenntnisse nur wenig Gehalt. Das liegt daran, dass Lebensmittel nicht in einem "Vakuum" konsumiert werden, sondern immer im Kontext einer gesamten Ernährungsweise. Ob ein Lebensmittel für diese Ernährungsweise sinnvoll ist, ist davon abhängig, wie die individuellen Bedürfnisse sind, wie Lebensstil und Energiebedarf aussehen und in welcher Häufigkeit die Lebensmittel verspeist werden.
Diese Nährstoffe stecken in Kartoffeln
Denkt man darüber nach, handelt es sich bei Pommes um eines der wohl zutatenärmsten Gerichte überhaupt: In der Regel bestehen Pommes nur aus Kartoffeln und dem Pflanzenöl, das für die Vorfrittur genutzt wird. Es handelt sich also um ein sehr schlicht zusammengesetztes Produkt.
Die Hauptzutat, die Kartoffel, ist ein äußerst hochwertiges Grundnahrungsmittel: Sie enthält laut Ernährungsexperten komplexe Kohlenhydrate, Eiweiß, Kalium und Vitamin C. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie leicht verträglich ist - sowohl Kinder als auch Erwachsene und ältere Menschen können Kartoffeln problemlos verspeisen.
Was steckt in Tiefkühlpommes drin?
Diese Vorteile treffen grundsätzlich auch auf Tiefkühlpommes zu. Durch das Einfrieren werden zudem Struktur und Inhaltsstoffe stabilisiert. Pommes für den Backofen enthalten oftmals weniger Fett als in der Fritteuse zubereitete Pommes, wobei vor allem die Zutaten eine große Rolle spielen. Handelt es sich um ein eher naturbelassenes Produkt, so bestehen die Tiefkühl-Pommes im Wesentlichen aus Kartoffeln und Öl. Mysteriöse Zusatzstoffe gibt es bei ihnen in den meisten Fällen nicht.
Pommes sind starke Energielieferanten
Was man Pommes in jedem Fall zugutehalten sollte: Sie liefern Energie - diese ist physiologisch notwendig, um lebenswichtige Funktionen aufrechtzuerhalten. Der menschliche Körper benötigt daher auch einen angemessenen Mix aus Kohlenhydraten und Fetten - der, nebenbei bemerkt, auch zur Sättigung beiträgt. Dadurch fühlen wir uns schneller satt und nehmen nicht noch mehr Essen zu uns.
Durch den Prozess des Frittierens oder Backens wird zudem die Stärke aufgeschlossen. Das bedeutet, dass die Hitze die Stärke-Körnchen anschwellen lässt und damit die kristalline Struktur aufbricht, was sie für den Körper besser verwertbar und leicht verdaulich macht. Entscheidend ist letztlich nicht, wie viel Fett, Stärke etc. in einer Kartoffel stecken, sondern wie wir uns insgesamt ernähren.
Wir halten fest: Es kommt nicht nur auf einzelne Nahrungsmittel an, sondern darauf, wie wir uns insgesamt ernähren. Für sich genommen enthalten aber auch Pommes wertvolle Inhaltstoffe, die der Körper benötigt.
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