Gesundheit

Vorsicht bei Abstinenz: Diese Lebensmittel enthalten versteckten Alkohol

Wissen viele nicht: Auch fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut enthalten Alkohol. Bild: picture alliance / dpa | Patrick Pleul

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  • Viele Produkte enthalten Alkohol - ohne, dass es Verbrauchern bewusst ist
  • Alkohol kann nicht nur in Pralinen, sondern auch anderen Süßspeisen stecken
  • Sogar viele Fertiggerichte enthalten Alkohol als Geschmacksträger

Mehr zum Thema Alkohol finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Alkohol wird nicht nur gern getrunken, sondern auch allen möglichen Lebensmitteln beigemischt: In Gebäck, in Soßen und auch in Fertigessen. Für Verbraucher ist das allerdings nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Wer aus religiösen, gesundheitlichen oder anderen Gründen auf Alkohol verzichten möchte, hat es nicht leicht. Wir zeigen, bei welchen Produkten Betroffene achtsam sein müssen.

Süßwaren mit Alkohol - auf diese Desserts lieber verzichten

Klar: Likörpralinen und Tiramisu enthalten natürlich Alkohol. Aber auch manch andere Süßwaren können Alkohol als Trägerstoff für Aromen enthalten. Er löst Aromen, sorgt für intensivere Geschmäcker, gibt Produkten mehr Stabilität und wirkt als Konservierungsmittel. Wird Alkohol für diese Zwecke verwendet, ist er für das Laienauge meist nur unzureichend deklariert, wie die Verbraucherzentrale Hamburg bemängelt.

Betroffen sind etwa bestimmte Schokoladentafeln, Marzipan, Fertigkuchen, Croissants und sogar Eis. Entsprechend sollten vor Allem Eltern darauf achten, welche Süßigkeiten sie Kindern erlauben. Frei nach dem Grundsatz: Es gibt keine sicheren Mengen von Alkohol - er ist immer schädlich.

So viel Alkohol steckt in pflanzlichen Lebensmitteln

Auch in pflanzlichen und wenig verarbeiteten Lebensmitteln kann noch immer Alkohol enthalten sein. So steckt beispielsweise in Bananen bis zu 0,6 Volumenprozent Alkohol. Der stammt daher, dass der hohe Zuckergehalt von Bananen gemeinsam mit den natürlich vorkommenden Hefepilzen während der Reifung für einen Gärungsprozess sorgt. Ähnlich verhält es sich mit Sauerkraut: Dieses entsteht aus fermentiertem Weißkohl, wobei während der Fermentierens neben Milchsäure auch Alkohol entsteht. Damit enthält Sauerkraut laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bis zu 4,3 Gramm Alkohol pro Kilogramm.

Vorsicht bei Fertigprodukten - hier stecken "Aromen" drin

Auf vielen Fertigprodukten findet sich der kleine aber feine Hinweis: "Enthält Aroma". Was genau damit gemeint ist, verraten die Hersteller nicht. Doch hinter dem Begriff steckt tatsächlich ebenfalls Alkohol. Da er in diesem Fall lediglich als Trägerstoff und nicht als Zutat im rechtlichen Sinne gilt, muss der Alkohol nicht auf dem Etikett deklariert werden. Das ist etwa der Fall, wenn Branntwein oder anderer Alkohol verwendet werden.

Mehr zum Thema Alkohol können Sie in diesen Beiträgen nachlesen:

/ife/news.de

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