Gefahren im Winter: Diese Risiken birgt die kalte Jahreszeit für den Körper
Kälte kann schwerwiegende Folgen für den Körper haben - Herz, Kreislauf, Lunge und Haut können Schaden nehmen. Bild: AdobeStock/Mihail
Von news.de-Redakteur Felix Schneider
26.01.2026 09.17
- Kälte stellt im Winter ein großes Risiko für die Gesundheit dar
- Die Minusgrade greifen unter anderem Herz, Lunge und Haut an
- Wir verraten, mit welchen Maßnahmen Sie sich schützen
Mehr Wissenswertes rund um den Winter finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Während im Sommer die Gefahr von Herz-Kreislauf-Beschwerden stets präsent ist, kommen im Winter noch einige andere Risiken hinzu. Minusgrade und nasses Wetter können den Körper stark beanspruchen - wer sich nicht richtig vorbereitet, könnte es später bereuen. Wir erklären Ihnen, wie der Körper auf Kälte reagiert - und wie Sie sich vor den Konsequenzen schützen können.
Akute Gefahren im Winter: Das passiert bei extremer Kälte
Klar: Wer sich zu fein für die Winterjacke ist, der muss damit rechnen, zu zittern. Davon abgesehen kann Kälte aber auch schnell schwerwiegende Folgen für den Körper hervorrufen. So kann es beispielsweise beim Eisbaden schnell passieren, dass der Körper einen Kälteschock erleidet: Dieser kann im schlimmsten Fall zu Herzversagen führen, da Puls und Atmung außer Kontrolle geraten.
Aber auch ohne das Eisbad kann es zu Komplikationen mit dem Herz-Kreislauf-System kommen. Durch Kälte verengen sich die Blutgefäße, um Wärme zu speichern. Das lässt laut der Deutschen Herzstiftung allerdings den Blutdruck ansteigen, erhöht die Herzarbeit und damit auch das Risiko für Herzinfarkte. Zudem beginnt der Körper, Stresshormone auszuschütten, was das Herz zusätzlich belastet. Besonders Menschen mit Vorerkrankungen müssen daher Acht geben, ihren Körper bei Minusgraden nicht allzu stark zu beanspruchen.
Wie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)erklärt, leiden neben dem Herz-Kreislauf-System auch die Atemwege. Kalte Luft reizt die Atemwege, was zu einer Verengung der Bronchien führen kann. Dabei kann es zu Husten, Atemnot und Asthmaanfällen kommen. Aber auch bei Menschen, die sonst weniger anfällig für Atemwegserkrankungen sind, kommt es zu einer Reizung und Austrocknung der Schleimhäute. Dadurch sind diese anfälliger für Viren und Bakterien - weshalb man im Winter tatsächlich dazu neigt, schneller krank zu werden.
Auch die Haut leidet unter Minusgraden
Ebenso kann die Haut durch Kälte angegriffen werden. Durch niedrige Temperaturen verursachte Hautschäden beginnen beispielsweise bei harmlosen Frostbeulen (Perniones), die, sobald man sich wieder aufwärmt, jucken und schmerzen können. Erkennbar sind sie typischerweise an rot-bläulichen Hautschwellungen - häufig an Händen, Zehen, Nase und Ohren. Sie entstehen als Reaktion auf eine gestörte Durchblutung, heilen aber in der Regel schnell von selbst ab.
Zudem kann es zu sogenannten Winterekzemen kommen: Diese sind entzündliche Hautreaktionen, die sich meist durch Rötungen, Schuppen und kleine Bläschen auszeichnen. Sie entstehen dadurch, dass die trockene Luft der Haut Feuchtigkeit entzieht - das schwächt wiederum die Hautbarriere. Hier ist die Pflege mit einer Feuchtigkeitscreme wichtig, um das Austrocknen zu verhindern.
Rücken- und Gelenkschmerzen im Winter? Das steckt dahinter
Menschen sind im Winter empfindlicher - und leiden vermehrt unter körperlichen Schmerzen. Rücken- und Nacken-, aber auch Gelenkschmerzen nehmen in der kalten Jahreszeit zu. Das rührt daher, dass Kälte und Bewegungsmangel die Durchblutung von Muskeln und Gelenken verschlechtern. Insbesondere ältere Menschen leiden daher öfter unter Arthrose- und Rheumaschüben, auch die Sehnen werden anfälliger.
Dagegen helfen vor allem zwei Dinge: Wärme und viel Bewegung. Bereits kurze, einfache Übungen können die Durchblutung verbessern. Auch Spaziergänge regen den Kreislauf an und verhindern steife Gelenke.
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