Lieferengpass bei VFEND 200 MG FILMTABLETTEN: Das sind die Ursachen für die aktuelle Knappheit des Medikaments
Derzeit sind die Apotheken stark gefordert und müssen clever auf die Lieferengpässe reagieren. Bild: Adobe Stock / USeePhoto
Erstellt von Team Datenjournalismus
15.12.2025 09.46
Trotz eines ärztlichen Rezepts schickt Sie die Apotheke ohne Medikament wieder nach Hause? Seit einiger Zeit erleben das viele Menschen, denn auch in Deutschland sind nun die Präparate knapp. Immer mehr Patienten müssen deshalb auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Das gilt aktuell auch für VFEND 200 MG FILMTABLETTEN.
Details zum Lieferengpass beim Medikament VFEND 200 MG FILMTABLETTEN
Aktuell ist die Benachrichtigung über den Lieferengpass des Medikaments von Pfizer Pharma GmbH für den Zeitraum vom 28.10.2025 bis zum 31.12.2025 in Kraft. Das Lieferdefizit ist vor allem deshalb heikel, weil das Medikament eine hohe Relevanz für Krankenhäuser hat. Als Alternativpräparat für VFEND® 200 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Voriconazol - 1 A Pharma 200 mg Filmtabletten - Einreichungsnummer: 2196072 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall gilt hier: Es ist ausdrücklich davon abzuraten, im Ausland nach Alternativen zu suchen.
Eine Schlüsselentwicklung hat wesentlich dazu beigetragen, die Problematik von Lieferengpässen zu verschärfen. Auf der einen Seite haben Rabattverträge, die zwischen den Krankenkassen und Pharmaunternehmen geschlossen wurden, zu Preissenkungen bei Arzneimitteln geführt, insbesondere bei Generika (wirkstoffgleiche Kopien). Dies ist vorteilhaft für die Patienten, hat jedoch zur Folge, dass Pharmaunternehmen, die ihre Medikamente in Deutschland vertreiben, bestrebt sind, die Wirkstoffe zu günstigsten Konditionen zu beschaffen, was oft in China oder Indien geschieht. Für VFEND® 200 MG teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Weitere Details gab das Bundesinstitut dazu nicht bekannt.
VFEND 200 MG FILMTABLETTEN: Die Details zum Arzneimittel
VFEND® 200 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Voriconazol von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Krankheitsbildern verschrieben:
- Aspergillose, nicht näher bezeichnet
- Nicht näher bezeichnete Mykose
- Mykosen durch opportunistisch-pathogene Pilze
- Allescheriose
- Kandidose an sonstigen Lokalisationen
- Candida-Sepsis
- Zustand nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation ohne gegenwärtige Immunsuppression
| Medikament | VFEND 200 MG FILMTABLETTEN |
|---|---|
| Hersteller | Pfizer Europe MA EEIG |
| PZN | 02704610 |
| Wirkstoff | Voriconazol |
| Gültigkeitszeitraum | 28.10.2025 bis 31.12.2025 |
| relevant im Krankenhaus | ja |
| Alternativpräparat | Voriconazol - 1 A Pharma 200 mg Filmtabletten - Einreichungsnummer: 2196072 |
| Begründung für den Lieferengpass | Erhöhte Nachfrage |
(Stand der Meldung: 29.10.2025)
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Verfügbarkeit und Ausblick
Es ist unklar, ob im Fall VFEND 200 MG FILMTABLETTEN der derzeitige Geltungszeitraum beibehalten wird, da der Engpass möglicherweise länger anhält.
Aktuell sind die Apotheken besonders gefordert und müssen klug auf die vorhandenen Engpässe reagieren. Bei einigen Medikamenten ist es möglich, von der Standardpackungsgröße abzuweichen oder Alternativen auszugeben. Obwohl dies derzeit gut zu funktionieren scheint, stellt es auf Dauer jedoch keine ausreichende Lösung für die Probleme dar. Schon seit längerem gab es Bestrebungen, Lieferengpässe von Arzneimitteln einzudämmen. Nach Verabschiedung eines Gesetzes für Deutschland durch die Ampel-Regierung im Juli 2023 hat die Europäische Kommission im Oktober 2023 ein Dokument zur Bewältigung des Medikamentenmangels vorgelegt. Darin sind sowohl Sofortmaßnahmen als auch langfristige Strategien festgehalten worden.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) generiert. Datenupdates gibt es, sobald sich Neuigkeiten ergeben (zuletzt am 29.10.2025, 12:00 Uhr). Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de.+++ +++
roj/news.de