Lieferengpass bei TARKA 180 MG/ 2 MG TABLETTEN MIT VERÄNDERTER WIRKSTOFFFREISETZUNG: Nach wie vor ist auch dieses Medikament von der Knappheit betroffen
Lieferengpässe bei Medikamenten sind auch in Deutschland inzwischen eine zunehmende Herausforderung für das Gesundheitswesen. Bild: AdobeStock_Jürgen Fälchle
Erstellt von Team Datenjournalismus
26.02.2026 09.45
Lieferengpässe bei Medikamenten sind auch in Deutschland inzwischen ein zunehmend besorgniserregendes Problem. Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen, da die benötigten Arzneimittel nicht verfügbar sind. Manche fehlen bereits seit einigen Monaten, andere können recht schnell wieder geliefert werden. Davon betroffen ist aktuell auch TARKA 180 MG/ 2 MG TABLETTEN MIT VERÄNDERTER WIRKSTOFFFREISETZUNG.
Details zum Lieferengpass beim Medikament TARKA 180 MG/ 2 MG TABLETTEN MIT VERÄNDERTER WIRKSTOFFFREISETZUNG
Für das Medikament des Herstellers Viatris Healthcare GmbH erstreckt sich die Lieferengpassmeldung vorerst bis zum 15.03.2026. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für TARKA® 180 MG/2 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Tarka 180 mg/ 2 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung - Einreichungsnummer: 2159721 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Zu beachten ist hier in jedem Fall: Von der Suche nach Alternativen im Ausland ist absolut abzuraten.
Viele Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass Medikamente nicht rechtzeitig geliefert werden können. So können neben Produktionsproblemen auch regulatorische Faktoren eine Rolle spielen, wie z.B. behördliche Zulassungen und Kontrollen, die die Produktion und Lieferung verzögern. Im vorliegenden Fall können vom BfArM jedoch aktuell keine genauen Angaben gemacht werden.
TARKA 180 MG/ 2 MG TABLETTEN MIT VERÄNDERTER WIRKSTOFFFREISETZUNG: Die Details zum Medikament
TARKA® 180 MG/2 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seiner Wirkstoffe Trandolapril und Verapamilhydrochlorid von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Essentielle Hypertonie, nicht näher bezeichnet: Ohne Angabe einer hypertensiven Krise
Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:
- Bei dem Arzneimittel handelt es sich um Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung. Das bedeutet, dass die Wirkstoffe langsam über mehrere Stunden hinweg abgegeben werden.
- Das Präparat wird angewendet zur Behandlung des Bluthochdrucks bei Patienten, deren Blutdruck bereits mit der Kombination aus 180 mg Verapamil mit veränderter Wirkstofffreisetzung und 2 mg Trandolapril kontrolliert wird.
- Das Arzneimittel gehört zur Gruppe der blutdrucksenkenden Arzneimittel (auch Antihypertensiva genannt).
- Es enthält zwei verschiedene Arten von Wirkstoffen:
- einen Calciumkanal-Blocker (Verapamil)
- einen Angiotensin-Konversions-Enzym-(ACE)-Hemmer (Trandolapril)
| Medikament | TARKA 180 MG/ 2 MG TABLETTEN MIT VERÄNDERTER WIRKSTOFFFREISETZUNG |
|---|---|
| Hersteller | Viatris Healthcare GmbH |
| PZN | 04167323 |
| Wirkstoffe | Trandolapril und Verapamilhydrochlorid |
| Gültigkeitszeitraum | 09.04.2025 bis 15.03.2026 |
| relevant im Krankenhaus | nein |
| Alternativpräparat | Tarka 180 mg/ 2 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung - Einreichungsnummer: 2159721 |
| Begründung für den Lieferengpass | keine Angaben |
(Stand der Meldung: 16.09.2025)
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Arzneimittel-Knappheit in Deutschland aktuell - Ein Ende in Sicht?
Da der Engpass im Fall TARKA 180 MG/ 2 MG TABLETTEN MIT VERÄNDERTER WIRKSTOFFFREISETZUNG möglicherweise länger anhält, bleibt unklar, ob der derzeitige Geltungszeitraum beibehalten wird.
Aktuell sind die Apotheken besonders gefordert und müssen klug auf die vorhandenen Engpässe reagieren. Bei einigen Medikamenten ist es möglich, von der Standardpackungsgröße abzuweichen oder Alternativen auszugeben. Obwohl dies derzeit gut zu funktionieren scheint, stellt es auf Dauer jedoch keine ausreichende Lösung für die Probleme dar. Immer wieder gibt es Vorschläge, um die Lieferengpässe bei Arzneimitteln zu reduzieren. Nach Verabschiedung eines Gesetzes für Deutschland durch die Bundesregierung im Juli 2023 hat die Europäische Kommission im Oktober 2023 ein Dokument zur Bewältigung des Medikamentenmangels vorgelegt. Die darin formulierte Zielsetzung ist die Rückverlagerung der Produktion nach Europa.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) generiert. Datenupdates gibt es, sobald sich Neuigkeiten ergeben (zuletzt am 16.09.2025, 12:00 Uhr). Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de.+++ +++
roj/news.de