Schlechte Luftqualität in Deutschland: 51 Messstationen messen gefährliche Werte
Luftqualität in Ihrer Stadt. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / Nady
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer
04.02.2026 07.15
- 51 Wetterstationen melden schlechte Luft durch Feinstaub
- Höchste Grenzwert-Überschreitung in mit µg/m³
- Umweltbundesamt meldet: Luftqualitätsindex im Bereich
- Das Umweltbundesamt empfiehlt , Anstrengungen im Freien zu vermeiden
Die Wettermessstationen schlagen Alarm! Momentan werden an 51 Stationen in ganz Deutschland schlechte bis sehr schlechte Luftqualität gemessen. In Sachsen-Anhalt sind derzeit mit 17 Messstellen die meisten Stationen betroffen. Hauptverursacher ist Feinstaub - eine Mischung winziger Partikel, die tief in die Atemwege eindringen und die Gesundheit gefährden können.
Die höchste Überschreitung wird zurzeit in gemessen. Hier liegt der Luftqualitätsindex momentan im Bereich. Der Grenzwert für wird mit ** µg/m³** überschritten.
⚠️ Anzahl zu gering, keine Aktualisierung.
Die Karte zeigt eine Auswahl der Stationen mit überschrittenen Werten. Für eine vollständige Liste besuchen Sie die Luftkarten des Umweltbundesamtes (UBA).
Auswirkungen schlechter Luftqualität: Das sind die Risikogruppen
Sensible Personengruppen können aktuell in der Umgebung der Wetterstationen von der Luftverschmutzung beeinträchtigt werden. Zur Risikogruppe zählen Asthmatiker und Personen, die eine Vorerkrankung der Lunge oder des Herz-Kreislauf-Systems aufweisen. Laut UBA löst der Feinstaub "Stress in menschlichen Zellen aus." Eine langfristige Belastung kann zu Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystem, des Nervensystem führen oder den Stoffwechsel nachhaltig beeinflussen. Hinzu kommen akute Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Müdigkeit der durch den Stress im Körper ausgelöst wird.
Wie entgehe ich einer Gefährdung bei Luftverschmutzung?
Vor allem auf Sport oder andere strapazierende Tätigkeiten sollten Sie momentan verzichten oder diese in die Morgen- oder Abendstunden verlegen. Zur Risikogruppe gehörende Personen wird empfohlen, körperliche Anstrengung im Freien zu vermeiden und sich in gut klimatisierten Innenräumen aufzuhalten. In geschlossenen Räumen kann die Luftqualität durch Luftbefeuchter oder Pflanzen auf ein gesundes Niveau gehalten werden. Dafür empfiehlt die Krankenkasse AOK Efeu, Bogenhanf und Grünlilien. Wenn sich die Luftqualität anhaltend verschlechtert, ist es ratsam, in Risikobereichen eine FFP2-Maske oder ähnliche Atemschutzmasken zu benutzen.
Ursachen für schlechte Luftqualität
Die Verbrennung fossiler Brennstoffe trägt maßgeblich zur Verschmutzung der Luft mit Schadstoffen bei. Verschiedene Faktoren können dabei eine Rolle spielen: Ein überproportional hohes Verkehrsaufkommen kann eine Ursache sein, ebenso wie eine hohe Konzentration industriell oder landwirtschaftlich erzeugter Schadstoffe. Zusätzlich bewirken die weltweit ansteigenden Naturkatastrophen wie Sandstürme, flächendeckende Waldbrände und Vulkanausbrüche dafür, dass die Luftqualität weitläufig und für längere Zeit beeinträchtigt wird. Den Auskünften der Schweizer Institution für Luftqualität IQAir zufolge beeinflussen auch akute Wetterfaktoren die Luftverschmutzung. Regen kann zur Reduzierung von Feinstaub (PM10) beitragen, während intensive Sonneneinstrahlung zusammen mit Fahrzeugabgasen zu einem Anstieg des Ozons führt, und Wind die Verteilung von Schadstoffen unterstützt.
Zudem informiert das Umweltbundesamt (UBA) bei akuten Wetterlagen oder langanhaltenden Schadstoffbewegungen in ihrer Pressestelle.
Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid: Diese Schadstoffe verschmutzen unsere
Feinstaub (PM10, PM2,5, PM1), Ozon (O₃) und Stickstoffdioxid (NO₂) gehören zu den Hauptverursachern der Luftverschmutzung. PM10 umfasst Partikel bis 10 Mikrometer, PM2,5 bis 2,5 Mikrometer und PM1 ultrafeine Partikel unter 1 Mikrometer. Sie entstehen durch den Straßenverkehr, Industrieanlagen, Kraftwerke sowie natürliche Quellen wie Waldbrände. Schwefeldioxid (SO₂), das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt wird, trägt zur Feinstaubbildung und saurem Regen bei. Bodennahes Ozon (O₃) entsteht durch Reaktionen von Stickstoffoxiden (NOₓ) mit Sonnenlicht und erreicht im Sommer gesundheitsschädliche Werte. NO₂, ein stechend riechendes Reizgas aus Verbrennungsprozessen, fördert die Bildung von Feinstaub und Ozon. Der Luftqualitätsindex (LQI) wird aus den Konzentrationen verschiedener Schadstoffe berechnet, indem für jede Komponente ein Teilindex ermittelt wird. Der höchste Wert bestimmt die Gesamteinstufung der Luftqualität von "sehr gut" bis "sehr schlecht".
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+++Dieser Text wurde auf der Basis des Umwelt Bundesamt (UBA) generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unter hinweis@news.de mitteilen. +++
mel/roj/news.de