Lieferengpass bei URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG: Das sind die Ursachen für die aktuelle Knappheit des Arzneimittels
Problematisch ist das Lieferdefizit vor allem, weil das Medikament in Krankenhäusern dringend benötigt wird. Bild: AdobeStock_drubig-photo
Erstellt von Team Datenjournalismus
26.02.2026 09.46
Auch in Deutschland sind Lieferengpässe bei Medikamenten inzwischen eine zunehmende Herausforderung für das Gesundheitswesen. Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen, da die benötigten Arzneimittel nicht verfügbar sind. Manche fehlen bereits seit einigen Monaten, andere können recht schnell wieder geliefert werden. Auch URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG ist aktuell betroffen.
Details zum Lieferengpass beim Medikament URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG
Derzeit betrifft die Lieferengpassmeldung das Medikament von Fidia Pharma GmbH und ist für den Zeitraum vom 31.03.2025 bis zum 28.02.2026 wirksam. Herausfordernd ist das Lieferdefizit vor allem, weil das Medikament eine hohe Relevanz für Krankenhäuser hat. Als Alternativpräparat für URBASON® SOLUBILE FORTE 1000 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Urbason solubile forte 1000 mg - Einreichungsnummer: 0085717 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Zu beachten ist hier in jedem Fall: Kaufen Sie keine Produkte ohne die Beratung von entsprechendem Fachpersonal.
Es gibt verschiedene Ursachen für Knappheiten bei der Versorgung mit Medikamenten: Von Verunreinigungen in den Arzneimitteln bis hin zur Einstellung der Produktion durch Hersteller. Dennoch ist die hauptsächliche Wurzel des Problems darin zu finden, dass für die meisten Wirkstoffe nur noch eine begrenzte Anzahl von Herstellern existiert, von denen viele ihren Hauptsitz in China und Indien haben, was oft weit entfernt ist. Im vorliegenden Fall teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Außerdem ergänzt das Bundesinstitut dazu: "We have an increase of sales due to shortage of competitor".
URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG: Die Details zum Medikament
URBASON® SOLUBILE FORTE 1000 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Natrium(methylprednisolon-21-succinat) von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Bakterielle Meningitis, nicht näher bezeichnet
- Multiple Sklerose, nicht näher bezeichnet
- Waterhouse-Friderichsen-Syndrom
- Intrakranieller Abszess und intrakranielles Granulom
- Hirnödem
- Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens: Gehirn, nicht näher bezeichnet
- Multiple Sklerose mit vorherrschend schubförmigem Verlauf: Mit Angabe einer akuten Exazerbation oder Progression
| Medikament | URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG |
|---|---|
| Hersteller | FIDIA FARMACEUTICI SPA |
| PZN | 01693991 |
| Wirkstoff | Natrium(methylprednisolon-21-succinat) |
| Gültigkeitszeitraum | 31.03.2025 bis 28.02.2026 |
| relevant im Krankenhaus | ja |
| Alternativpräparat | Urbason solubile forte 1000 mg - Einreichungsnummer: 0085717 |
| Begründung für den Lieferengpass | Erhöhte Nachfrage |
(Stand der Meldung: 28.10.2025)
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Verfügbarkeit und Ausblick
Ob es im Fall URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.
Aktuell sind die Apotheken besonders gefordert und müssen klug auf die vorhandenen Engpässe reagieren. Bei einigen Medikamenten ist es möglich, von der Standardpackungsgröße abzuweichen oder Alternativen auszugeben. Obwohl dies derzeit gut zu funktionieren scheint, stellt es auf Dauer jedoch keine ausreichende Lösung für die Probleme dar. Schon seit einiger Zeit sind Schritte notwendig, um die Problematik der Arzneimittellieferengpässe anzugehen. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene gibt es inzwischen Gesetze und Strategiepapiere. Übergeordnetes Ziel ist hierbei die Wiederverlagerung der Produktion nach Europa.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) generiert. Datenupdates gibt es, sobald sich Neuigkeiten ergeben (zuletzt am 28.10.2025, 12:00 Uhr). Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de.+++ +++
roj/news.de