Gesundheit

Kostenlose Expertentipps per Telefon: Gesetzlich oder privat? Welche Krankenkasse passt zu mir?

Bei der Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung sollten Vor- und Nachteile der Policen sorgfältig abgewägt werden. Bild: online-marketing_unsplash

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Bei der Krankenversicherung haben viele Menschen in Deutschland die Qual der Wahl: Sie können sich bei einer der gesetzlichen Krankenkassen versichern oder eine private Krankenversicherung wählen. Nur: Welche Versicherung bietet welche Vorteile und worauf muss man bei den angebotenen Tarifen achten? Die Antwort gibt's in einer neuen Runde der Lesertelefon-Sprechzeit.

Gesetzlich oder privat? Krankenversicherungsschutz klug wählen

Die private Krankenversicherung ermöglicht ihren Mitgliedern eine medizinische Versorgung, die über die gesetzlich festgeschriebene Regelversorgung hinausgeht. Doch es gibt noch weitere Unterschiede: Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung hängt die Beitragshöhe für die private Krankenversicherung nicht vom Einkommen ab, sondern unter anderem vom Eintrittsalter, der Dauer der Versicherungszugehörigkeit, dem Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn und dem gewählten Leistungsumfang. Die Entscheidung für eine private Absicherung verlangt daher eine langfristige Perspektive. Doch wer darf sich überhaupt privat krankenversichern? Für wen ist es sinnvoll? Und wie entwickeln sich die Kosten im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung? Antworten gibt es bei den Experten des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) in der Sprechzeit.

Wahlfreiheit durch duales System

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) stellt sicher, dass Menschen sich jederzeit auf eine medizinische Grundversorgung – die so genannte Regelversorgung – verlassen können. Als soziales Sicherungssystem verfolgt sie die Grundidee, dass es nicht vom Einkommen oder Vermögen abhängen soll, ob eine Krankheit behandelt und geheilt wird . Welche medizinischen Leistungen die GKV abdeckt, ist in einem gesetzlich festgelegten Katalog definiert. Wer beim Arzt oder im Krankenhaus umfangreichere Leistungen und eine bessere medizinische Versorgung wünscht, muss diese selbst bezahlen oder eine private Krankenversicherung (PKV) abschließen. Privatversicherte profitieren zum Beispiel von einem schnelleren Zugang zu neuen Behandlungsmethoden und einer schnelleren Terminvergabe bei Fachärzten und Spezialisten. Doch der Wechsel von der GKV in eine PKV ist an Bedingungen geknüpft: Arbeitnehmer und Angestellte können erst ab einem Bruttojahreseinkommen von 64.350 Euro Mitglied bei einer PKV werden. Beamte, Selbstständige, freiberuflich Tätige und Studierende hingegen können sich unabhängig vom Einkommen privat krankenversichern .

Mehr Leistung = höhere Kosten? Wie teuer ist eine private Krankenversicherung?

Während die Leistungen bei der GKV festgeschrieben sind und der Versicherungsbeitrag an das Einkommen gekoppelt ist, geht die private Krankenversicherung einen anderen Weg: Hier können die Versicherten den Leistungsumfang frei wählen – vom günstigeren Basispaket bis zum umfassenden Premiumschutz. Neben den versicherten Leistungen bestimmen in der PKV vor allem das Lebensalter und der Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn die Höhe der Versicherungsprämie. Das Einkommen spielt keine Rolle. Und noch eine Besonderheit kennzeichnet die Beitragsgestaltung: Mit steigendem Alter nimmt die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen zu. Um einen Preisanstieg zu bremsen, legt die Versicherung einen Teil des Beitrags in Altersrückstellungen an. Wer früh einsteigt und lange bei seiner Versicherung bleibt, bildet mehr Altersrückstellungen wird mit einem moderaten Anstieg der Kosten im Alter belohnt – bei gleichzeitig hohem Versorgungsniveau. Es gilt also, vor dem Wechsel in die PKV genau nachzurechnen, wie sich die Beiträge – und das eigene Einkommen und Vermögen – aller Voraussicht nach entwickeln werden. Diese Modellrechnung sollte man mit den ebenfalls über die Jahre stetig steigenden Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichen.

Lebensplanung als Entscheidungsgrundlage zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung

Zugang zu einer umfassenderen medizinischen Versorgung – so lautet das Kernargument für die private Krankenversicherung. Wer sich diesen Zugang sichern will, sollte sich selbst einige Fragen beantworten, die die langfristige Lebensplanung betreffen: Werde ich ein ausreichendes Einkommen und später eine Rente erzielen oder Vermögen aufbauen, um die Kostenentwicklung aufzufangen? Wie sieht es mit der Familienplanung aus? Schließlich müssen auch Kinder versichert werden. Gibt es Vorerkrankungen oder gesundheitliche Risiken, die zu einem höheren Versicherungsbeitrag führen oder von der PKV nicht versichert werden? Bringt mein Beruf gesundheitliche Risken mit, die nur mit Aufschlägen versichert werden? Ein möglichst realistisches Bild der persönlichen Lebensplanung hilft, eine fundierte Entscheidung zu treffen – noch bevor einzelne Angebote sondiert werden.

Privat oder gesetzlich versichern? Experten geben Tipps zur Wahl der Krankenversicherung

Welche Leistungen bietet eine private im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung? Lohnt sich der Wechsel für mich? Wie wird sich die Beitragshöhe in meinem Fall voraussichtlich entwickeln? Kann ich innerhalb der PKV den Tarif wechseln – und welche gibt es? Worauf muss ich als Rentner achten, wenn ich privatversichert bin? Sind private Zusatzversicherungen zur GKV eine Alternative? Welcher Selbstbehalt ist angemessen? Wie lässt sich die Beitragshöhe der PKV im Bedarfsfall senken?

Alle Fragen rund um die private Krankenversicherung beantworten die folgenden Experten des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) in der Sprechzeit am Donnerstag, dem 26.08.2021:

  • Michael H. Heinz; Versicherungsmakler, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), Siegen
  • Gerald Archangeli; Versicherungsbetriebswirt, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), Berlin
  • Martin Hardenacke; Versicherungsfachmann, Pressesprecher des Bezirks Köln/Bonn des BVK, Bergisch-Gladbach
  • Uwe Dressel; Versicherungsfachwirt, Pressesprecher des Bezirks Nordbayern des BVK, Bayreuth

Michael H. Heinz ist Versicherungsmakler und Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) in Siegen Bild: SPRECHZEIT.live

Gerald Archangeli ist Versicherungsbetriebswirt und Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) in Berlin Bild: SPRECHZEIT.live

Martin Hardenacke ist Versicherungsfachmann und Pressesprecher des Bezirks Köln/Bonn des BVK in Bergisch-Gladbach Bild: SPRECHZEIT.live

Uwe Dressel ist Versicherungsfachwirt und Pressesprecher des Bezirks Nordbayern des BVK in Bayreuth Bild: SPRECHZEIT.live

Gratis Tipps von Experten! Lesertelefon zum Thema Krankenversicherung am 26.08.2021

Das Experten-Quartett steht Ihnen am Donnerstag, dem 26. August 2021, zwischen 16 und 19 Uhr in der Telefon-Sprechzeit mit Rat und Tat zur Seite. Rufen Sie an - derAnruf unter 0800 - 0 90 92 90 ist aus allen deutschen Netzen gebührenfrei.

Übrigens: Sollten Sie am Donnerstag keine Gelegenheit haben, während der Sprechzeit an der Lesertelefon-Aktion teilzunehmen, oder zu keinem der Experten durchkommen, können Sie den Versicherungsexperten Ihre Fragen auch schriftlich zukommen lassen und einen persönlichen Rückruf erhalten. Eine Mail an info@sprechzeit.live unter Angabe Ihrer Telefonnummer genügt - Ihre Daten werden nach dem Rückruf selbstverständlich gelöscht.

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