Frankfurt/Düsseldorf: KfW-Umfrage: Finanzlage der Kommunen bleibt angespannt
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Erstellt von Sarah Knauth
17.06.2026 03.03
Die Haushaltssituation der Kommunen in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr erneut spürbar verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Umfrage der staatlichen Förderbank KfW zu kommunalen Investitionen. Demnach hätten 2025 70 Prozent der Kämmereien ihre Finanzlage als negativ bewertet. Nur 12 Prozent hätten sie als "gut" oder "sehr gut" angesehen, heißt es im KfW-Kommunalpanel 2026.
Wie bereits 2024 stiegen die Einnahmen der Kommunen nicht so stark wie die Ausgaben. Diese kletterten bundesweit um 5,6 Prozent, die Einnahmen nahmen jedoch nur um 4,1 Prozent zu. In Nordrhein-Westfalen lag der Anstieg der Ausgaben sogar bei 7,8 Prozent. "Der Anstieg der Einnahmen lag mit 4,1 Prozent hingegen etwa im Bundesdurchschnitt", so die KfW in der Studie.
KfW-Studie beziffert Investitionsrückstand auf 231 Milliarden Euro
Um mehr Straßen, Schulen und Sporthallen instand zu setzen, müssten Kommunen tiefer in die Taschen greifen. Doch der Investitionsrückstand bei dringend nötigen Sanierungen erreichte bundesweit der Studie zufolge ein Rekordniveau. Laut dem neuesten Panel beträgt der Rückstand gut 231 Milliarden Euro, 7,2 Prozent mehr als 2024.
Abhilfe soll das im März 2025 verabschiedete Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität schaffen. 2026 würden die Kommunen Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Euro planen und damit fast 15 Prozent mehr als 2025, so die Studie. Der größte Anteil soll in Schulen fließen (27 Prozent), gefolgt von Straßen und Verkehrsinfrastruktur (23 Prozent) sowie Brand- und Katastrophenschutz (10 Prozent).
"Es liegt nahe, den kräftigen Sprung bei den geplanten Investitionen mit den Erwartungen der Kommunen an das Sondervermögen zu erklären", erklärte der Chefvolkswirt der KfW, Dirk Schumacher. Nordrhein-Westfalen erhalte in den kommenden zwölf Jahren gut 21 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen, um damit Investitionen in die Infrastruktur von Land und Kommunen zu finanzieren.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
kns/roj/news.de