Butter, Kartoffeln und Co.: Preissturz trotz Inflation - wo es derzeit besonders günstig ist
Zahlen des statistischen Bundesamtes zeigen, dass trotz Inflation dennoch Einsparungen möglich sind. Bild: dpa/Marcus Brandt
Erstellt von Ines Fedder
18.02.2026 10.23
- Trotz Inflation - nicht alle Produkte werden teurer
- Energie, Butter und Kartoffeln - hier kann man dennoch sparen
- Inflation trifft Haushalte in Ostdeutschland besonders hart
Die Inflationsrate in Deutschland liegt derzeit im Januar 2026 bei 2,1 Prozent. Das bedeutet: Verbraucher:innen zahlen weitaus mehr als im Vormonat. Und dennoch: Ein genauer Blick offenbart - in einigen Bereichen kann man dennoch sparen. Die "Bild"-Zeitung hat einen Blick auf die detaillierten Daten des Statistischen Bundesamtes geworfen - und Erstaunliches herausgefunden.
Butter, Öl und Kartoffeln aktuell besonders günstig
Demnach sind es rund 120 Produktkategorien, die im Vergleich zum Januar 2025 günstiger geworden sind. Ein paar Beispiele ...
In diesen Produktkategorien sind die Preise am stärksten gefallen:
- Butter (-33,0 Prozent)
- Speisefette und Speiseöle insgesamt (-20,1 Prozent)
- Fernsehgerät, Sat-Anlage oder Ähnliches (-11,28 Prozent)
- Heizöl (einschließlich Betriebskosten (-10,22 Prozent)
- Kartoffeln (-10,15 Prozent)
- Flüssiggas (-6,03 Prozent)
Neben vereinzelnden Lebensmitteln ist sogar Energie vereinzelnd günstiger geworden. Die "Bild"-Zeitung weist hier auf Strom (- 3,2 Prozent) und Erdgas (-2,4 Prozent) hin.
Spar-Potenzial bei Energie- und Grundnahrungsmittel
Mehrere Beispielrechnungen der "Bild"-Zeitung weisen schließlich auf eine überraschende Erkenntnis hin - trotz 2,1 Prozent Inflation kann man vor allem bei Energie- und Grundnahrungsmitteln sogar sparen.
Inflation trifft ostdeutsche Bundesländer besonders hart
Trotz der positiven Nachricht bleibt die Erkenntnis - die Inflation trifft viele Haushalte bis ins Mark. Eine Ifo-Auswertung vom Februar 2026 zeigt, welche Bundesländer davon besonders betroffen sind. Demnach habe die Inflation in den vergangenen fünf Jahren in einigen ostdeutschen Bundesländern und Bremen deutlich härter zugeschlagen als im Westen. In Brandenburg, dem Land mit der höchsten Inflation, fiel der Preisanstieg um fast 4 Prozentpunkte höher aus als in Hamburg, dem Land mit dem geringsten Plus, wie eine Auswertung des Ifo Dresden ergab. Wichtigster Treiber für die Unterschiede waren die Kosten für Wohnen im weiteren Sinne, also inklusive Wasser, Strom und Brennstoffen.
Bundesweit lag die Inflation im betrachteten Zeitraum 2020 bis 2025 bei 21,8 Prozent. In Brandenburg fiel sie allerdings um 1,8 Prozentpunkte stärker aus, in Bremen und Sachsen um 1,7 Prozentpunkte und in Sachsen-Anhalt um 1,6 Prozentpunkte. Am anderen Ende der Skala liegt Hamburg, wo die Inflation um 2,1 Punkte niedriger ausfiel als im Bundesschnitt. Schleswig-Holstein blieb einen Prozentpunkt unter dem Durchschnitt, Hessen um 0,8 und das Saarland um 0,7 Prozentpunkte.
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