Tipps zum Geldsparen: So können Sie auf steigende Preise im Alltag reagieren
Besonders bei Lebensmitteln bekommen Verbraucher die steigenden Preise zu spüren. Bild: picture alliance/dpa | Marcus Brandt
Erstellt von Felix Schneider
13.04.2026 15.23
- Verbraucher bekommen immer häufiger steigende Preise zu spüren
- Die Preissteigerungen betreffen alle möglichen alltäglichen Ausgaben
- Wir geben Ihnen Tipps, mit denen Sie deutlich Geld sparen können
Mehr Infos zu Finanzthemen finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Egal ob an der Zapfsäule, im Supermarkt oder beim Blick auf die Stromrechnung: In so gut wie jedem Aspekt des Alltags fallen steigende Kosten zunehmend unangenehm auf. Kein Wunder, dass viele sich nun vor einer kommenden Inflation fürchten. Wir haben Tipps für Sie, mit denen Sie flexibel auf steigende Preise reagieren können.
So sparen Sie an der Tankstelle
Ums Tanken kommt man nur in wenigen Fällen wirklich herum - die meisten sind noch immer maßgeblich auf ihr Auto angewiesen. Nicht nur Flexibilität auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch zu Angehörigen sowie der Ausbau des örtlichen Personennahverkehrs fallen dabei ins Gewicht. Gerade bei Letzterem hapert es häufig.
Aber: Wer tanken muss, sollte möglichst vorplanen. Mit Tank-Apps können Sie sich einen Überblick über die Preise in der Umgebung verschaffen und die Tank-Stopps besser einplanen. Seit der neuen Tank-Regel nach dem Modell in Österreichsteigen die Preise nur noch einmal pro Tag um 12 Uhr. Sehen Sie gute Preise, lohnt es sich praktisch immer, zu tanken - auch, wenn der Tank noch relativ voll ist. Wer die günstigen Preise sofort nutzt, vermeidet später teurere Momente.
Wie entwickeln sich die Strompreise demnächst?
Ob die Preise beim Strom demnächst steigen oder fallen, ist aktuell noch unklar. Laut Verbraucherzentrale lohnt sich der Vertragswechsel besonders kurz vor Ablauf der Preisgarantie des alten Vertrags. Das schützt vor Preiserhöhungen nach Ablauf der Garantie. Wer keine Preisgarantie hat, sollte lieber früher wechseln, da hier der Schutz vor kurzfristigen Preiserhöhungen entfällt.
Entscheidend ist vor allem die Situation auf dem Strommarkt: Bei tendenziell steigenden Preisen lohnt sich definitiv ein früher Wechsel, um sich eine vorteilhafte Preisgarantie zu sichern - so wird ein günstiger Preis "eingefroren". Bei fallenden Preisen lohnt es sich, flexibel zu bleiben und nach kürzeren Laufzeiten Ausschau zu halten, da man sonst an einen höheren Preis gebunden wird. Grundsätzlich lohnt es sich also, bei dieser Entscheidung den Strommarkt im Auge zu behalten.
Klüger Verträge fürs Heizen wählen
Gas und Heizöl werden aktuell wieder teurer. Wer hier sparen will, sollte im Frühjahr vor allem beim Heizöl zunächst die Situation beobachten und abwarten. Der Grund: Im Sommer wird eh nicht geheizt - und im Herbst könnte der Markt schon ganz anders aussehen. Ein Preisvergleich zwischen verschiedenen Anbietern kann ebenfalls hilfreich sein.
Gas hingegen lässt sich nicht so leicht handhaben. Hier bleiben die Preise voraussichtlich erhöht, die deutschen Gasspeicher sind aktuell leer und bis zum nächsten Winter wird es voraussichtlich eher teurer. Wem Preissicherheit wichtiger als Flexibilität ist, der kann auch einen Tarif mit 24 Monaten Preisgarantie abschließen - derzeit kaum teurer als für 12 Monate, hält dafür aber länger. Ein solcher Tarif lässt sich bei vielen Anbietern auch bis zu 12 Monate im Voraus bestellen.
Auf diese Preisfallen müssen Sie im Supermarkt achten
Durch höhere Energie- und Spritpreise steigen natürlich auch die Produktions- und Transportkosten für Lebensmittel. Daher spüren Sie die Inflation früher oder später auch im Supermarkt. Statt jedoch Nahrungsmittel zu hamstern und Dinge zu kaufen, die Sie später eventuell sogar wegschmeißen müssen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Verpackungen und Preisschilder.
Vergleichen Sie die Kilo- und Literpreise im Supermarkt genau. Die werden grundsätzlich auch auf den Preisschildern angegeben. Ist die Verpackung von Lebensmitteln neu, steht auf ihr etwas von neuen Größen oder Rezepturen? Dann ist Vorsicht geboten: Hier versuchen Hersteller laut Verbraucherzentrale, mittels "Skimpflation" Preissteigerungen zu verschleiern. Wer besonders viel sparen will, greift zudem lieber zu den meist deutlich günstigeren Eigenmarken der Supermärkte und Discounter.
Mehr rund um das Thema Finanzen lesen Sie hier:
- Wann Tanken diese Woche für Autofahrer besonders günstig wird
- Hier können Sie Ihren Schufa-Score kostenlos berechnen
- So erkennen Sie Lebensmittel-Lügen im Supermarkt
- Große Preisunterschiede - Krankenkassen-Wechsel kann sich lohnen
- Vorsicht Preisfallen - mit diesen Tipps sparen Sie Geld