Sicherheitsexperten warnen: Schädliches Android-Programm kann auf Ihr Konto zugreifen
Bei dem neuen Malware-Programm handelt es sich um einen Trojaner. Bild: AdobeStock / Andrey Popov
Erstellt von Felix Schneider
09.02.2026 10.47
- Forscher haben eine neue Schadsoftware entdeckt
- Die Malware mit dem Namen "Albiriox" greift Android-Geräte an
- Dabei ist die Sicherheit von Bank- und Krypto-Konten bedroht
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Nutzer von Banking- und Krypto-Apps müssen sich nun vorsehen: Sicherheitsforscher haben ein neues Android-Schadprogramm entdeckt, das Angreifern erlaubt, Fremde Geräte zu kontrollieren. Mit dem "Albiriox" genannten Virus haben sie auch Zugriff auf die Konten und Krypto-Apps ihrer Opfer. Wir erklären Ihnen, welche Maßnahmen Sie vor dem Programm schützen.
Was ist Albiriox - und warum ist das Programm gefährlich?
Erstmals wurde das Programm im September 2025 gesichtet, wie das IT-Sicherheitsunternehmen "Malwarebytes" berichtet. Besonders perfide ist dabei, wie das Programm in Umlauf geraten ist: Statt selbst Software entwickeln zu müssen, können Täter die fertige Albiriox-Malware ganz einfach bei anderen Kriminellen mieten oder kaufen. So lässt sich das Betrugsprogramm auch von Personen mit wenig Erfahrung oder Wissen nutzen.
Dabei beschränkt sich Albiriox nicht auf eine Region oder einzelne Banken, sondern konnte bereits in der Vergangenheit über 400 verschiedene Apps aus dem Finanz- und Kryptobereich attackieren. Auch in Österreich war dies bereits der Fall. Die Malware ist ein Trojaner, was bedeutet, dass sie sich als harmlose App tarnen kann - beispielsweise unter Vorwand eines Einkaufs- oder Sicherheitsdienstes.
So gelangen Kriminelle an Ihre Konten
Während das Smartphone dann irgendwann einen schwarzen Bildschirm zeigt, ist es nicht etwa inaktiv, sondern überträgt den Screen gerade live zum Täter. Neben der Live-Übertragung hat Albiriox diverse weitere Funktionen: So kann das Programm Banking- und Krypto-Apps öffnen, Überweisungen tätigen und Authentifizierungen umgehen. Zudem entwickelt das Schadprogramm sogenannte Overlays. Dabei werden gefälschte Login-Bedienfelder über echte Anwendungen gelegt, wodurch von Usern eingegebene Daten gestohlen werden können.
Wie kann man sich vor der Android-Malware schützen?
Zum Schutz vor dem Trojaner empfehlen die Sicherheitsexperten von "Malwarebytes", Apps ausschließlich aus vertrauenswürdigen und offiziellen Stores wie Google Play zu installieren. Links aus SMS, E-Mails, Messengern und anderen Kommunikationskanälen können eine Gefahr darstellen und sollten daher misstrauisch beäugt werden - auch, wenn sie von eigentlich legitimen Seiten stammen.
Vor der Installation von Anwendungen sollten Sie auf Entwicklernamen, Bewertungen und die Anzahl der Downloads achten, um die Vertrauenswürdigkeit besser abschätzen zu können. Und besonders wichtig: Sollte eine App besonders viele Berechtigungen anfordern, oder solche die im Kontext der Funktion wenig Sinn ergeben, erlauben Sie diese nicht.
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