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Formel 1 News: Hamiltons Auferstehung: Reicht das für den nächsten Titel?

Spannung pur: Die neuesten Nachrichten zur Formel 1 finden Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / 3D motion

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In Italien träumen sie längst von einem Märchen wie damals mit Michael Schumacher. In seinem fünften Jahr im Ferrari holte die deutsche Formel-1-Legende im Jahr 2000 endlich den WM-Titel zurück nach Maranello. Ob Lewis Hamilton das nach seinem Premierensieg nun schon in der zweiten Saison im legendären roten Renner schafft? Der Weg dahin ist für den 41-Jährigen enorm lang, doch spätestens nach den emotionalen Bildern vom ersten großen Triumph für die Scuderia sind die Hoffnungen grenzenlos.

"Ich habe noch nicht daran gedacht", sagte Hamilton, als er auf einen möglichen achten Fahrertitel angesprochen wurde. Als erster Pilot der Motorsport-Königsklasse könnte er sich diesen sichern und damit Schumacher übertrumpfen. Der nächste Schritt ist am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) beim Großen Preis von Österreich möglich. Erst einmal konnte der Brite in Spielberg gewinnen - vor genau zehn Jahren im Mercedes.

Hamilton: "Ich bin absolut nutzlos"

Länger war nicht daran zu denken, dass Hamilton im Spätherbst seiner Karriere nach 686 Tagen Wartezeit noch mal zum Siegfahrer werden würde. Nach dem spektakulären Wechsel von den Silberpfeilen zu Ferrari lief ein Jahr lang gar nichts zusammen. "Ich bin absolut nutzlos. Sie müssen wahrscheinlich den Fahrer tauschen", hatte Hamilton im Vorjahr gesagt. Sein Frust war extrem, weil das Auto nicht wie gewünscht funktionierte. Ein Sprintsieg in China war das einzige Erfolgserlebnis, im Titelkampf war er chancenlos.

"Das war die schlimmste Saison, die ich jemals hatte", sagte er kurz vor Jahresende. Doch anstatt aufzugeben, weckte das nur seinen Ehrgeiz. Hamilton trainierte härter denn je, sein Alter ist ihm im Kampf mit den teilweise mehr als 20 Jahre jüngeren Konkurrenten nicht anzumerken.

Letzter Ferrari-Fahrertitel vor 19 Jahren

Außerdem half Hamilton dabei, Veränderungsprozesse bei Ferrari anzustoßen. Der Finne Kimi Räikkönen war 2007 der bislang letzte Champion des Rennstalls. Danach scheiterten Stars wie Fernando Alonso und Sebastian Vettel am Mythos Ferrari. Zeitweise konnten sie zwar gewinnen, doch für den großen Triumph reichte es nie. Auch der mit großen Hoffnungen gestartete Charles Leclerc schaffte es nur zum Vizeweltmeister. Der Monegasse sitzt nun schon das achte Jahr im Cockpit - und hat plötzlich das Nachsehen gegen Hamilton.

Vor dem achten Saisonlauf ist der Brite mit 41 Punkten Rückstand hinter dem Italiener Kimi Antonelli (19) im Mercedes WM-Zweiter. Das deutsche Werksteam, für das Hamilton von 2013 bis 2024 selbst fuhr, hatte die ersten sechs Rennen des Jahres gewonnen. Zuletzt in Barcelona verdiente sich Hamilton mit einer starken fahrerischen Leistung in einem verbesserten Auto seinen 106. Grand-Prix-Erfolg.

So richtig kann Hamilton aber selbst noch nicht einordnen, wie es jetzt weitergeht. "Mercedes ist mit einem atemberaubenden Auto und einem rasanten Tempo ins Rennen gegangen, beide Fahrer haben einen großartigen Job gemacht", sagte der Routinier und brachte das größte Problem seines Teams auf den Punkt: "Wir wissen, dass wir dieses Leistungsdefizit haben."

Wolff: "Wenn er Blut riecht, dann greift er an"

Der stärkere Motor spricht im Moment noch für Mercedes, vor allem auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken mit hohem Vollgasanteil. Außerdem braucht Ferrari mehr Konstanz, auch das kostete in der Vergangenheit oft die Chance auf Titel. Doch bei seinem früheren Arbeitgeber wissen sie, wie gefährlich Hamilton werden kann. "Wenn er Blut riecht, dann greift er an. Wenn der Lewis-Hamilton-Zug erstmal gestartet ist, dann ist er schwer zu stoppen", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Bei aller Konkurrenz freute sich auch der Österreicher über die Auferstehung seines einstigen Top-Mitarbeiters, der sechs seiner sieben Titel im Mercedes einsammelte. "Ich habe ihn auf dem Podium im Fernsehen gesehen. Sein Gesichtsausdruck zeigt mir, dass er sehr glücklich ist", sagte Wolff: "Vielleicht hilft auch seine Freundin." Offiziell machten Hamilton und US-Superstar Kim Kardashian ihre Beziehung bislang zwar nicht, doch eben das gilt nicht nur im Fahrerlager als offenes Geheimnis. Auch in Monaco stand die Amerikanerin ganz vorn, als Hamilton seinen zweiten Platz im Fürstentum feierte.

Neuer Motor in Spielberg

Nur zu gerne würde er wieder zum Dauergast auf dem Podest werden. "Ich habe keinerlei Anteil daran", sagte derweil Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur. Hamilton habe sich alleine aus seiner persönlichen Krise befreit. "Er konnte sich komplett neu fokussieren", sagte der Franzose. Gemeinsam wollen sie nun den Boliden verbessern. "Wir haben im Kern ein großartiges Auto", sagte Hamilton. Die Schwächen sollen schrittweise verschwinden, in Spielberg geht es schon mit einem verbesserten Antrieb an den Start.

Was möglich ist, zeigte Hamilton in Spanien. Als erst vierter Fahrer der Geschichte gewann er dort im Alter von mehr als 40 Jahren ein Formel-1-Rennen. Einiges spricht dafür, dass es nicht das letzte war.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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